Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Tomaten: Gesund essen

Reichlich Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Lykopin und noch viel mehr. Tomaten sind gesund.

Eine Hand hält Tomaten und eine ein Glas mit Tomatensaft
iStock.com / kokouu

Tomaten bestehen zu 94 Prozent aus Wasser und liefern nur 17 kcal je 100 g. Außerdem enthalten sie Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe, die dazu beitragen, das Risiko bestimmter Krebserkrankungen zu mindern, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen und die Abwehrkräfte zu stärken. In der Tomate wirken vor allem gelbrote Pflanzenfarbstoffe, die sogenannten Carotinoide, wie beta-Carotin und Lykopin. Letzteres wird vom Körper besser aus gekochten und anders verarbeiteten Tomaten aufgenommen als aus frischen Tomaten.

Tomaten haben antioxidative und antikanzerogene Eigenschaften

Eine ganze und zwei Viertel Tomaten
Carotinoide verleihen Tomaten ihre Farbe.

Tomaten verdanken ihre Färbung einer Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, den Carotinoiden. Das Farbspektrum der Carotinoide erstreckt sich von gelb bis rot. Der bekannteste Vertreter der Carotinoide ist beta-Carotin (Provitamin A), das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Mengenmäßig dominiert das Lykopin in der Tomate. Es macht etwa 90 Prozent des gesamten Carotinoidgehalts aus. Besonders in der Schale finden sich hohe Gehalte. Zahlreiche Veröffentlichungen und Studien weisen darauf hin, dass Lykopin mehrere gesundheitsfördernde Effekte ausübt:

  • Antioxidative Eigenschaft
    Wie einige andere Carotinoide ist Lykopin wirksam beim Abbau aggressiver Sauerstoffverbindungen. Auf diese Weise trägt Lykopin dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose zu verringern.
  • Antikanzerogene Eigenschaft
    In der frühen Phase der Krebsentstehung unterdrückt Lykopin die Umwandlung vorgeschädigter Zellen zu Krebszellen. Damit kann es möglicherweise der Entstehung bestimmter Krebsarten vorbeugen. Solche Zusammenhänge wurden für Prostata-, Lungen- und Magenkrebs beobachtet. Auch Tumore der Speiseröhre, des Darms, der Brust und des Gebärmutterhalses traten vergleichsweise seltener auf bei Patienten mit höherem Lykopinspiegel im Blut.

Letztlich ist die Entstehung von Krebs ein sehr komplexes Geschehen, bei dem zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen. Trotz der gesundheitsfördernden Wirkungen von Lykopin lässt sich daher nicht der Rückschluss ziehen, dass eine hohe Zufuhr von Lykopin eine Krebserkrankung verhindern kann. Gleichzeitig liefern Studien zahlreiche Hinweise, dass ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Krebs- und Gefäßerkrankungen und der Carotinoidaufnahme durch den Verzehr von Obst und Gemüse besteht, nicht aber mit der isolierten Aufnahme von Carotionoiden aus Präparaten.

Wie viel Lykopin steckt in Tomatenprodukten?

Tomatensuppe mit Knoblauchzehe, Brot und Löffel
Aus erhitzten Tomaten ist Lykopin besser verfügbar.

In Deutschland liefern frische Tomaten, Tomatenmark, -soßen, -saft und -suppen 85 Prozent des zugeführten Lykopins. Da Lykopin hitzestabil ist, bleibt ein Großteil davon auch beim Kochen und bei der schonenden Verarbeitung erhalten. Lykopin kann sogar aus erhitzten Tomaten besser aufgenommen werden als aus rohen Früchten. Deshalb ist Abwechslung auf dem Speiseplan besonders empfehlenswert.

Diese Lykopinmengen sind in den Tomatenprodukten enthalten:

Lykopin-Gehalt von Tomaten

Tomaten Lykopin in mg pro 100 g
roh 2,5
Ketchup 14,3
Püree 21,7
Soße 14,0
Suppe 10,9
Saft 9,1

Quelle: USDA National Nutrient Database for Standard Reference,
Release 25, ndb.nal.usda.gov/

Autorin: Ruth Rösch, Düsseldorf |

als hilfreich bewerten 0 Versenden
Löffel mit Tomatensoße und daneben gelbe und rote Cocktailtomaten im Glas
iStock.com / SStajic
Vom Acker bis zum Teller

Tomaten: Zubereitung und Lagerung

Tomaten in der Küche

Tomaten schmecken in Suppen, Soßen und Salaten oder auch einfach roh. Je nachdem wie sie zubereitet werden sollen, eignen sich unterschiedliche Sorten besonders gut.

mehr...
Ernährungswissen

Was im Essen steckt: Vitamine und Mineralstoffe

DACH-Referenzwerte aktualisiert

ältere Frau hält sich Orange vors Gesicht
contrastwerkstatt / Fotolia.com

Grundlage für die aid-Ernährungspyramide sind die DACH-Referenzwerte. Für einzelne Nährstoffe wurden sie in den letzten Jahren überarbeitet. Was bedeuten die Referenzwerte für die Praxis?

mehr...
Lebensmittelkunde

Medienreihe Warenkunde

Lebensmittel-Wissen von A bis Z

Reihe mit verschiedenfarbigen Büchern
nikolarakic / Fotolia.com

Die aid-Medien zur Lebensmittel-Warenkunde entstehen in enger Zusammenarbeit mit Experten aus Forschung und Praxis. Alle Informationen basieren auf dem aktuellen Wissensstand.

mehr...