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Netzwerk Gesund ins Leben

Das Netzwerk Gesund ins Leben hat die bundesweit einheitlichen Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen überarbeitet.

Baby krabbelt
Ramona Heim / Fotolia.com

Wie lange stillen? Schützt ein früher Beikost-Start vor Allergien? Vegane Ernährung für Säuglinge? Wie wichtig ist Bewegung für Babys? Dürfen stillende Frauen Sport treiben? Auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse geben die „Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen“ klare Antworten. Der Beratungsstandard bietet Fachkräften eine fundierte, praxisorientierte und bundesweit einheitliche Basis, um junge Eltern z. B. im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen zu beraten.

Das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative der Bundesregierung, hat die bundesweit einheitlichen Handlungsempfehlungen für das erste Lebensjahr eines Kindes jetzt aktualisiert und erweitert. Die Themen „Bewegung“ und „Essen lernen“ sowie neue Ernährungstrends wie vegane Ernährung oder Baby-led weaning sind erstmals aufgegriffen.

Neues Thema: Essen lernen

Mann füttert Baby

Eine ausgewogene und bedarfsangepasste Ernährung fördert die Entwicklung des Kindes. Sie wirkt sich auf seine Gesundheit aus, heute und im späteren Leben. Die aktualisierten Handlungsempfehlungen gehen darauf ein, wie Eltern ihr Kind bereits im ersten Lebensjahr dabei unterstützen können, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln und zur Gewohnheit werden zu lassen. Das Kind während der Mahlzeiten zu begleiten und auf seine Signale einzugehen, stärkt die Eltern-Kind-Bindung und trägt zur Entwicklung des Hunger- und Sättigungsrhythmus bei. Die Selbstregulation des Kindes bei der Nahrungsaufnahme zu fördern, gilt als ein wichtiger Ansatzpunkt zur Entwicklung eines gesunden Essverhaltens.

Neues Thema: Bewegung für den Säugling und die Mutter

Neben der Ernährung spielt ausreichend Bewegung eine entscheidende Rolle. Sie ist nicht nur für die motorische Entwicklung elementar, sondern bleibt ein Leben lang für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Bedeutung. Deshalb soll Eltern vermittelt werden, wie sie die Bewegung schon im Säuglingsalter fördern können und auch die stillende Mutter soll motiviert werden, körperlich aktiv zu sein.

Die neuen Empfehlungen zu den Themen „Bewegung“ und „Essen lernen“ ergänzen die aktuelle Ausgabe der „Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen“. Sie umfassen weiterhin die Themen Stillen, Säuglings(milch)nahrung, Beikost, Nährstoffsupplemente im ersten Lebensjahr und Allergieprävention sowie Empfehlungen mit Bezug auf die stillende Mutter zu Ernährung, Alkohol, Rauchen, Medikamenten und Nährstoffsupplementen.

Neuer Aufbau für bessere Nachvollziehbarkeit

Neu ist auch die Struktur des Beratungsstandards: Auf die einzelnen Handlungsempfehlungen folgt nun jeweils der Abschnitt „Grundlagen der Empfehlungen“, der die Herleitung transparent und nachvollziehbar macht. Ausführliche „Hintergrundinformationen“ ermöglichen danach einen tieferen Einblick in die aktuelle Studienlage und die praktische Umsetzung.

Expertenkonsens als Basis für Handlungsempfehlungen

Die erstmals 2010 erschienenen Empfehlungen zur Ernährung im ersten Lebensjahr und in der Stillzeit wurden auf Basis der derzeitigen wissenschaftlichen Datenlage im Rahmen eines Revisionsprozesses überarbeitet. Die Handlungsempfehlungen werden untestützt von

  • den Berufsverbänden der Frauenärzte (BVF),
  • der Hebammen (DHV) und
  • der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sowie
  • den Deutschen Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG),
  • für Hebammenwissenschaft (DGHWi) und
  • für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).

Diese berufsgruppenübergreifende Verständigung auf bundesweit einheitliche Handlungsempfehlungen im Bereich Ernährung und Bewegung ist europaweit einzigartig.

 

Andrea Fenner, Edinburgh |

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