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Glyphosat – Zulassung hin oder her...

Die EU-Kommission hat bisher keine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat zustande bekommen. Nun soll ein Vermittlungsausschuss herangezogen werden.

Unkraut wächst zwischen Pflastersteinen
pixbay

(aid) – Die EU-Kommission hat bisher keine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat zustande bekommen. Nun soll ein Vermittlungsausschuss herangezogen werden. Inzwischen weiß fast jeder, in welchem handelsüblichen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat enthalten ist; im Zweifel gibt der Fachhandel hierüber Auskunft.

Für Garten- und Hausbesitzer, die die wochenlange Diskussion um die Zulassung von Glyphosat verfolgen, kann diese Diskussion irreführend sein. Denn, zugelassen oder nicht, heißt nämlich noch lange nicht, dass man als Hausbesitzer und Hobbygärtner diesen Wirkstoff unbeschränkt einsetzen darf. Er ist nämlich nur zugelassen, um damit Unkraut in landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Kulturen zu unterdrücken – nicht etwa, um damit Wege, Plätze und Pflaster unkrautfrei zu halten. Das ist deshalb nicht erlaubt, weil es von dort mit dem abfließenden Oberflächenwasser über die Kanalisation in unser Trinkwasser gelangen kann.

In Kulturpflanzenbeständen wird der Wirkstoff nach Einhalten der Wartezeit abgebaut, wenn alles fachlich richtig gehandhabt wird. Für die Unkrautvernichtung auf Pflaster und Wegen empfehlen sich daher nicht-chemische Bekämpfungsmethoden: Wer sich nicht bücken will, dem kann beispielsweise das Flämmen mit Gasbrennern die mühselige Arbeit erleichtern. Das hat den Vorteil, dass alle Rückstände verbrannt werden und ein sauberes Erscheinungsbild entsteht. Zudem werden die Fugen geschont, da kein Füllmaterial mit den Wurzeln herausgezogen wird. Generell gilt: Nicht jedes kleine Unkraut muss entfernt werden, denn ein Garten ist immer noch ein Garten und ein Stück Natur.

Friederike Heidenhof, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://www.aid.de/inhalt/wissenswertes-ueber-unkraut-3729.html

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