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Grundsätze des Ökolandbaus

Ökolandwirte legen besonderen Wert darauf, in Kreisläufen zu denken. Sie wollen Zusammenhänge und Entwicklungen vollständig und frühzeitig erkennen und wenig in natürliche Prozesse eingreifen. 

Lupine Offene Hülse
www.oekolandbau.de / BLE / T. Stephan

Auch wenn das wachsende Angebot an Betriebsmitteln für den Ökoanbau etwas anderes signalisiert: Die alternativen Landwirte sind mit dem Ziel angetreten, den Einsatz von Energie, von zugekauftem Dünger und Futtermitteln und nicht zuletzt von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren. Statt auf Pestizide als Soforthelfer zu hoffen, setzt man im Ökolandbau auf die heilende Kraft eines gesunden Bodens und die regulierende Wirkung einer durchdachten Fruchtfolge.

Innerbetriebliche Kreisläufe nutzen

Wenn Energie und Dünger von außen eingespart werden sollen, so muss die Nutzung der innerbetrieblichen Kreisläufe umso intensiver sein. Im besten Fall baut der Landwirt den Raps für den Traktor-Treibstoff selbst an, im Normalfall pflanzt er Leguminosen, um den Stickstoffbedarf anderer Kulturen zu decken. Mist und Gülle wandern im optimierten Betrieb in die Biogasanlage, bevor die nährstoffreichen Exkremente auf den Acker kommen. Und als Futter für deren Verursacher dienen unter anderem die Leguminosen. Zumal mehrjähriger Kleegrasanbau Unkräuter hervorragend unterdrückt und der Traktor erst, wenn diese Wirkung nachlässt, zum Hacken oder Striegeln eingesetzt werden muss.

Ökologische Landwirtschaft erfordert das Denken in Kreisläufen sowie die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und kleinste Hinweise auf Fehlentwicklungen richtig zu deuten. Zu den elementaren Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb zählen darum ein umfassender Kenntnishintergrund des Betriebsleiters, gekonnte Produktionstechnik und nicht zuletzt die Bereitschaft aller Beteiligten, lebenslang dazuzulernen.

Ökolandbau das Agrarsystem der Zukunft?

Eine besondere Eigenschaft der Ökolandwirte ist ihre Orientierung an dem, was Boden und Klima an ihrem Standort vorgeben. Sie wollen näher an der Natur wirtschaften und weniger in die natürlichen Kreisläufe eingreifen. Auch daher verzichten sie auf Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutz und erlauben ihren Nutztieren mehr Umweltkontakte. Ihre Wirtschaftsweise bietet mehr Raum für Artenvielfalt auf den bewirtschafteten Flächen und mehr Tierwohl in den Ställen. Sie kann Ausgangspunkt für Agrarsysteme der Zukunft sein, die eine nachhaltige Intensivierung anstreben.

Iris Lehmann, Stuttgart und Martin Heil, aid |

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Der ökoklogische Landbau - Möglichst geschlossener Betriebskreislauf (PDF, 233,00 kB)

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