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Hennenhaltung geht auch ohne gekürzte Schnäbel

Beratung, Beratung und nochmals Beratung. Das sind die Zauberwörter, um Hennenhaltung mit ungekürzten Schnäbeln in viel mehr Geflügelbetrieben unterzubringen.

Legehenne
aid

(aid) – Beratung, Beratung und nochmals Beratung. Das sind die Zauberwörter, um Hennenhaltung mit ungekürzten Schnäbeln in viel mehr Geflügelbetrieben unterzubringen. Darin waren sich zumindest die Beteiligten einig auf einem Tierschutz-Symposium der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Ende April in Bonn. Dort stellten verschiedene Projektpartner ihre Beratungsinitiativen für Geflügelbetriebe vor.

Hennen mit ungekürzten Schnäbel verzeihen keine Fehler, auch darin war man sich einig. Das gesamte Management müsse stimmen, von der Beschaffenheit des Beschäftigungsmaterials über die Fütterungsstrategien bis hin zur Lüftung und Strukturierung des Stalles und der Einstreu müsse alles passen. Im Idealfall arbeiten Aufzüchter und Legehennenbetriebe zusammen, um größeren Stress durch Umstallen zu vermeiden. Gerade beim Futter sei eine gleichbleibend hohe Qualität und ein guter Rohfaseranteil nötig. Damit scheide die Strategie, einfach nur preisoptimiert zu füttern, aus.

Auch qualifiziertes Personal sei ein wichtiges Puzzleteil im Gesamtkonzept. Nur so könnten Federpicken und  Kannibalismus vermieden werden. Wichtig sei auch ein fortdauernder Austausch unter Landwirten, sowie die entsprechende Ausbildung der Fachlehrkräfte.

Die „Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz“ (MuD) sollen die bisher bestehende Lücke zwischen Forschung und Praxis schließen. Neue Erkenntnisse könnten dann schneller in Tierhaltungsbetrieben umgesetzt werden. Dazu wurden zunächst ca 250 Betriebe intensiv beraten.

Weiter geplant sind Demonstrationsbetriebe, die sich als Multiplikatoren von verbesserten Haltungssystemen für Berufskollegen zur Verfügung stellen.

Britta Klein, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.mud-tierschutz.de

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