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Humusverluste vermeiden

Regelmäßig bewirtschaftete Ackerböden verlieren langfristig organische Substanz. Um dies zu verhindern, muss der Landwirt immer für eine ausgeglichene Humusbilanz sorgen. 

Traktor mit Grubber im Einsatz
F. Wolfrath

Humus hat vielfältige Funktionen im Boden. Er dient als Nährstoffquelle und Lebensraum für Mikroorganismen, Bodentiere und Pflanzen, schafft einen stabilen, hohlraumreichen Bodenverband und verbessert so den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens. Humus kann Wasser und Pflanzennährstoffe speichern und Schadstoffe filtern. Zudem trägt Humus zum Klimaschutz bei, indem er Spurengase und Kohlenstoff aus der Atmosphäre bindet.

Von was ist der Humusgehalt im Boden abhängig?

Der natürliche, standorttypische Humusgehalt eines Bodens ist in erster Linie von der Bodenart, den klimatischen Bedingungen und der Lage im Relief abhängig. Zudem beeinflussen die Bodenbewirtschaftung der vergangenen Jahrzehnte, die biologische Aktivität des Bodens und die Vegetation den natürlichen Bodenhumusgehalt.

Was ist Boden und was ist Humus?

Der Boden ist kein totes Material, sondern ein lebendiger Organismus. Er besteht aus mineralischen Stoffen und organischen Substanzen wie Wurzelmasse, Bodentiere, Mikroorganismen, abgestorbene Pflanzenteile. Zusätzlich enthält er Bodenluft und Bodenwasser.
  1. mineralische Substanz (45 %)
  2. organische Bestandteile  (7 %) = 85 % Humus + 15 % Edaphon
  3. Bodenwasser (23 %)
  4. Bodenluft (25 %)

Als Humus bezeichnet man die abgestorbene, organische Substanz des Bodens. Humus macht 85 % der organischen Bodenbestandteile aus und besteht aus mehr oder weniger stark zersetzten Bodentieren und Pflanzenteilen. Edaphon nennt man die lebende, organische Substanz, die aus Bodenlebewesen (5 %) und Pflanzenwurzeln (10 %) besteht.

Quelle: aid-Heft "Bodenpflege, Düngung, Kompostierung im Garten", Bestell-Nr. 1375

Wie entstehen Humusverluste?

Humusverluste entstehen vor allem durch künstliche Eingriffe in den Wasserhaushalt (Entwässerung), durch Wind- und Wassererosion (Verlagerung und Verwehung von Humus), durch Landnutzungswandel (Einstellung der Viehhaltung, Grünlandumbruch zu Acker), den Anbau humuszehrender Kulturen und die regelmäßige Abfuhr des Aufwuchses ohne Rückführung organischer Dünger. Wie Sie solche Humusverluste vermeiden können, erfahren Sie in der folgenden Bilderstrecke.

Carmen Menn, Bonn |

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Tabelle Ursachen für Humusverluste von ackerbaulich genutzen Standorten und Maßnahmen zur Minderung der Verluste

Eine Zusammenstellung wesentlicher Ursachen für Humusverluste und Gegenmaßnahmen. Die Tabelle stammt aus dem aid-Heft "Gute fachliche Praxis Bodenbewirtschaftung und Bodenschutz", Bestell-Nr. 3614.

Ursachen für und Maßnahmen gegen Humusverluste

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