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Im Fokus: Schattenpflanzen

Schattenpflanzen sind robust, pflegeleicht und werten viele Bereiche im Garten und im Öffentlichen Grün nachhaltig auf. Rühren Sie die Werbetrommel für eine oft unterschätzte Pflanzengruppe.

Staudenmischung Schattenblick
Cassian Schmidt

Wo Licht ist, da ist auch Schatten – und das ist gut so, zumindest im grünen Bereich. Zwar denken die meisten Pflanzenfans beim Stichwort Garten zunächst eher an entspannte Nachmittage im Sonnenschein. Doch wenn sich der Sommer dann tatsächlich von seiner schönsten Seite zeigt, weiß man ein lauschiges Plätzchen abseits der Sonne alsbald zu schätzen. Im Idealfall nicht nur, weil man dort keine Grillstreifen auf Schultern und Nase befürchten muss. Dem geheimnisvollen Halbdunkel unter Bäumen und Sträuchern wohnt ein ganz besonderer Zauber inne, und selbst die oft stiefmütterlich behandelten Flächen vor Mauern und Hecken oder im Schlagschatten von Gebäuden können zu attraktiven Blickfängen werden – wenn die Bepflanzung stimmt.

Nachholbedarf in Sachen Marketing

Dass absonnige und schattige Bereiche sowohl von Gartenbesitzern als auch von vielen Gartenplanern oft nur als notwendiges Übel wahrgenommen werden, liegt zum Großteil schlicht am fehlenden Marketing. Im Gegensatz zu den farbenprächtigen Sonnenanbetern, die eigentlich schon ganz gut selbst die Werbetrommel für sich rühren können, hatten die unauffälligeren Schattenpflanzen lange keine Lobby. Das schlug sich auch im Angebot nieder – beziehungsweise umgekehrt, denn die „üppige Auswahl“ zwischen Immergrün (Vinca), Efeu (Hedera), Dickmännchen (Pachysandra terminalis) und Waldsteinie (Waldsteinia) war tatsächlich wenig geeignet, um Begeisterungsstürme zu entfachen.

Abwechslungsreich und pflegeleicht

Heute hingegen bereichert eine abwechslungsreiche Palette neuer, wiederentdeckter oder züchterisch aufgepeppter Schattenschönheiten das Sortiment und bei entsprechender Vermarktung auch die Kasse. Vorausgesetzt, die Kunden haben ausreichend Gelegenheit, die Bekanntschaft der neuen Glanzlichter zu machen. Dabei können erprobte Staudenmischungen, wie sie in den vergangenen Jahren an verschiedenen gärtnerischen Versuchseinrichtungen entwickelt wurden, echte Türöffner sein. Hinter wohlklingenden Namen wie „Schattenglanz“, „Blütenschatten“ oder „Blütenwandel“ stecken ausgeklügelte Zusammenstellungen von Blattschmuck- und Blütenstauden, Zwiebelblumen und Immergrünen, die jeweils für ganz bestimmte Standorte, etwa lichten Schatten mit frischem Boden oder auch trockene Bereiche auf Baumscheiben konzipiert wurden.

Informieren und Kauflust anregen

Filigrane Farnwedel treffen beispielsweise auf schimmernde Funkienblätter (Hosta), das glänzende, auffällig gemusterte Laub der Aronstab-Sorte 'Marmoratum' (Arum italicum) zieht ebenso die Blicke auf sich wie die exotischen Blüten der Traubenlilie (Liriope) und die unterschiedlichsten Gräser nehmen dem vormals nackten Erdboden seine Blöße. Gepflegte Beispielpflanzungen wecken die Kauflust der Kunden, während durch Plakate und Flyer sowie in Beratungsgesprächen die Vorteile der Schattenmischungen vermittelt werden können. In Sachen Pflegeleichtigkeit etwa sind diese den klassischen Beetstauden nämlich oft deutlich überlegen. Grund genug, sich nicht nur als Gartenbesitzer oder Planer, sondern auch als Produzent oder Verkäufer eingehender mit den aufstrebenden Schattentänzern zu beschäftigen. Denn so zwielichtig sie auch erscheinen mögen, so einnehmend sind sie doch im Wesen.

Mascha Schacht |

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