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Persönliche Einflussfaktoren

Individuelle Vorlieben und Abneigungen bestimmen ganz wesentlich unser Essverhalten. Vor allem die Sinne beeinflussen Sympathien oder Antipathien für Lebensmittel.

Baby wird gefüttert
ManEtli / Fotolia.de

Neben den äußeren Einflüssen bestimmen natürlich auch individuelle Vorlieben und Abneigungen das Essverhalten. Diese sind sehr vielfältig. Genetisch vorgegeben sind nur wenige Geschmackspräferenzen.

Evolutionsbedingt haben Menschen eine Vorliebe für die Geschmacksrichtung süß, da süße Lebensmittel lebenswichtige Energie zum Überleben liefern und selten giftig sind.

Erste Geschmackspräferenzen bilden sich bereits im Mutterleib und während des Stillens. Aromastoffe aus der mütterlichen Nahrung beeinflussen den Geschmack des Fruchtwassers, des Nabelschnurbluts und der Muttermilch. Später lernen Kleinkinder schrittweise weitere Geschmäcker über die Beikost kennen. Einige Geschmäcker sind gewöhnungsbedürftig und werden erst nach mehrmaligem Verzehr genossen. Je älter Kinder werden, umso größer wird der Einfluss der Erziehung.

Neben dem Geschmack sind es aber auch die anderen Sinne, die Sympathien oder Antipathien für Lebensmittel mitbestimmen. Aussehen, Geruch, Konsistenz und Akustik beeinflussen das Empfinden von Lebensmitteln, zum Beispiel das zarte, knackende Geräusch beim Chips-Essen.

Werden Speisen nur selten und zu bestimmten Anlässen angeboten oder durch Verbote reglementiert, entwickelt sich oftmals eine Vorliebe für eben diese Lebensmittel. Daneben beeinflussen Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien den Speiseplan. Auch Wertvorstellungen sowie Aspekte wie Genuss und Lust spielen eine entscheidende Rolle bei der Lebensmittelauswahl.

Annalena Schraut, aid |

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