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Psychologische Einflussfaktoren in der Beratung

Das Essverhalten wird unbewusst von psychologischen Faktoren bestimmt. Einige Theorien erklären, worauf bestimmte Verhaltensweisen beruhen und wie diese Faktoren das Essverhalten beeinflussen.       

Schokoladenstücke
Marius Graf / Fotolia.de

Das Essverhalten wird vielfach durch eine Reihe von psychologischen Faktoren bestimmt, die einem nicht bewusst sind. Verschiedene Theorien erklären, worauf bestimmte Verhaltensweisen beruhen und wie diese Faktoren das Essverhalten beeinflussen.

Der russische Mediziner und Physiologe Pawlow zeigte, dass einem bestimmten Verhalten immer bestimmte Reize vorausgehen. Essen wird durch Reizkonstellationen ausgelöst – man hat also gelernt, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Popcorn: Nach Pawlow löst ein Kinobesuch den Verzehr aus. Im alltäglichen Leben wird es nur selten gegessen. Will man solchen Verhaltensmustern entgegenwirken, kann man Reiz und Reaktion ganz bewusst entkoppeln und beispielsweise beim nächsten Kinobesuch extra kein Popcorn mehr wählen.

Die Lerntheorie von Skinner beschäftigt sich dagegen mit Reaktionen, die auf ein bestimmtes Verhalten folgen. Das von dem amerikanischen Psychologen geprägte operante Konditionieren beschreibt Lernen durch positive Verstärkung. Essen ist dabei einer der bedeutsamsten positiven Verstärker. Nach einem anstrengenden Tag greifen viele Menschen gerne zu einer Tafel Schokolade. In diesem Fall sehen sie die Schokolade als Belohnung, sie wirkt beruhigend und tröstend. Aber auch die Umgebung kann als positiver Verstärker wirken. Bei einem Kindergeburtstag lernen die Kinder die angebotenen Lebensmittel in einer höchst positiven Atmosphäre schätzen. Diese werden sie ihr Leben lang in guter Erinnerung behalten und mit diesem besonderen Tag verbinden. Meist handelt es sich dabei um Süßigkeiten, Torten und Kuchen.

Der Psychologe Albert Bandura erklärte, dass Menschen durch Beobachtung lernen. Er nannte dieses Lernprinzip Lernen am Modell oder Imitationslernen. Danach sehen Kinder beispielsweise ihren Eltern beim Essen zu und übernehmen deren Verhalten. Eltern dienen den Kindern als Vorbild und so bestimmt die Familie gesundheitsbezogenes Verhalten häufig mit. Wenn Eltern ihren Kindern eine ausgewogene Ernährung vorleben und selber sportlich aktiv sind, ist das die beste Möglichkeit, Kinder für einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu motivieren.

Annalena Schraut, aid |

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