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In der Beratung: Vom Problem zum Ziel

Bei der Zielbildung wird aus einem Wunsch, einem Traum oder einer Vision ein Ziel. Erst wenn klar ist, was der Klient erreichen möchte, ist es sinnvoll in den Veränderungsprozess einzusteigen.

Frau am Strand blickt durch Fernrohr
lu-photo / Fotolia.com

Zielfindung und Zielbildung sind der wesentliche Bestandteil jeder Beratung und jedes Coachings. Durch die Zielbildung wird aus einem Wunsch, einem Traum oder einer Vision ein Ziel. Der Klient wechselt aus der Problemsituation in die Zielperspektive oder anders ausgedrückt von der Problemtrance in die Zieltrance. Vor allem bei großen oder komplexen Zielen ist die Aufteilung in kleinere Etappenziele sinnvoll.

Erst das Ziel - dann der Weg

Erst wenn ganz genau klar ist, was der Klient erreichen möchte, ist es sinnvoll in den Veränderungsprozess einzusteigen. Auch im Rahmen dieses Prozesses ist es immer wieder notwendig, das Ziel einzubeziehen, in Frage zu stellen oder anzupassen. Durch die Zielorientierung und zusätzliche Zielvisualisierung werden im Gehirn neuronale Muster angelegt und aktiviert.

Ziele finden und visualisieren

  • Ein Ziel im Ernährungscoaching muss eine Reihe von Anforderungen erfüllen, um als echtes oder wohlgeformtes Ziel gelten zu können. Das Modell der SMARTEn-Ziele wird im Coaching um zusätzliche Aspekte erweitert. 
  • Sinnesspezifisch konkret: Woran merkt man, dass man das Ziel erreicht hat (Visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch, gustatorisch)? 
  • Messbar konkret: Die Zielerreichung ist messbar und ganz konkret überprüfbar. 
  • Attraktiv: Ist das Ziel reizvoll? Was ist der Nutzen? 
  • Realistisch: Ist es überhaupt möglich, das Ziel zu erreichen? Spricht etwas dagegen? 
  • Terminlich realisierbar: Bis wann wollen Sie das Ziel (Teilziel) erreichen? 
  • Eigenständig initiierbar: Das Ziel kann selbst erreicht werden. 
  • Ökologisch: Das Ziel steht in Übereinstimmung mit unseren Werten, unserem Umfeld und unseren Beziehungen. 
  • Motivierend: Ist das Ziel wirklich motivierend oder gibt es noch ein PriAugustiel („Ziel hinter dem Ziel“), das als eigentliche Motivation wirkt? 
  • Positiv formuliert: Es enthält keine Verneinungen und keine Vergleiche.

Hieraus resultiert auch immer die Formulierung eines ersten, kleinen, konkreten Schrittes.

Unterstützend wirkt es, das so geformte Ziel zu visualisieren. Dazu schaut sich der Klient in Gedanken das Ergebnis so an, als wäre es schon Wirklichkeit geworden: Wie verhalten Sie und andere sich dann? Was fühlen Sie? Wie sehen Sie aus? Wie klingt Ihre Stimme? Betrachten Sie Ihr erreichtes Ziel mit Begeisterung und Intensität und vor allem völlig gelöst. Diese Zielvisualisierung sollte täglich über etwa drei Wochen hinweg durchgeführt werden.

Heike Rapp, aid |

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