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Johannisbeere

Johannisbeeren blühen zwischen April und Mai, ab Ende Juni können die ersten Früchte geerntet werden. Die Sträucher werden etwa 1-3 m hoch.

rote Johannisbeeren
fotoknips / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Die Rote Johannisbeere wurde erstmals im 15. Jahrhundert kultiviert. Ursprünglich stammt sie von einer Wildart ab, die in Europa und Nordasien heimisch ist. Ihren Namen erhielt sie, weil die Früchte um den Johannitag (24. Juni) reif sind. Die Weiße Johannisbeere ist eine Zuchtform der Roten Johannisbeere.

Die etwa erbsengroßen Früchte, die leicht säuerlich schmecken, können roh, als Saft oder Gelee genossen werden.

Standortbedingungen

Johannisbeeren gedeihen besonders gut an sonnigen und geschützten Standorten. Wegen der sehr frühen Blüte sind Orte mit hoher Spätfrostgefahr weniger geeignet. An den Boden stellt die Johannisbeere eher wenig Ansprüche, sie bevorzugt jedoch tiefgründige Böden mit gutem Wasserhaltevermögen.

Aussaat / Pflanzung

Pflanztermin 

März/April oder Oktober/November

Pflanzmaterial 

Bewurzelte Jungpflanzen (Baumschule) 

Bodenvorbereitung 

Pflanzloch (ca. 2 Spaten tief) mit Kompost und Steinmehl anreichern 

Pflanzabstand 

Buscherziehung (frei wachsende Sträucher): 150 cm
Heckenerziehung (an einem Drahtspalier): 100 cm 

Reihenabstand 

Zwischen den Reihen genügend Abstand lassen für Pflege und Erntearbeiten (mindestens 2 m) 

Pflanztiefe 

Etwa 5-10 cm tiefer als in der Baumschule; regt die Bildung neue Triebe an 

Pflanzschnitt 

Triebzahl auf 3 (Hecke) bzw. 4-5 (Busch) Triebe/Pflanze reduzieren; verbleibende Triebe auf ein Drittel ihrer Länge einkürzen 

Düngung

Im Herbst mit halbverottetem oder im Frühjahr mit gut verrottetem Kompost düngen. Einen Teil des Komposts oberflächlich in den Boden einarbeiten (Vorsicht: Johannisbeeren sind Flachwurzler!). Der Rest sollte zusammen mit anderem organischem Material wie Stroh, Laub oder Grasschnitt als Mulchschicht auf dem Boden belassen werden. Eventuell kann eine Nachdüngung mit speziellen Beerendüngern zur Blüte notwendig werden.

Pflege und Schnitt

Rote und Weiße Johannisbeeren tragen überwiegend am zwei- und dreijährigen Holz. Triebe, die älter als 4-5 Jahre sind, sollten daher nach der Ernte oder im Herbst herausgeschnitten werden. Die älteren Triebe erkennt man am dunklen Holz. Als Ersatz lassen Sie 3-4 kräftige Jungtriebe nachwachsen. Der überflüssige Nachwuchs kann entfernt werden, sodass je nach Nutzungsart etwa 8-12 Triebe (bei der Verwendung als Busch) beziehungsweise 3 Triebe (bei Hecken) je Pflanze verbleiben. Die entfernten Neutriebe können als Stecklinge genutzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Johannisbeergallmilbe, Johannisbeertrieblaus, Stachelbeerblattwespe, Stachelbeerfliege, Blattfallkrankheit, Stachelbeermehltau, Säulenrost

Ernte und Lagerung

Geerntet werden Johannisbeeren je nach Sorte zwischen Ende Juni und Ende August.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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