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Kapuzinerkresse

In ihrer südamerikanischen Heimat ist die Kapuzinerkresse mehrjährig, hierzulande wächst die kälteempfindliche Pflanze unter Außenbedingungen jedoch nur ein Jahr.

Kapuzinerkresse
iStock.com / Topaz777

Geschichte

Die Kapuzinerkresse ist ursprünglich im westlichen Südamerika beheimatet. Mit den Seefahrern kam sie im 17. Jahrhundert nach Europa, wo sie vor allem in Klostergärten kultiviert wurde. Heute ist die Kapuzinerkresse weltweit als Zier- und Gewürzpflanze in vielen Gärten zu finden.

Besonderheiten

Die bekannteste Art der Gattung der Kapuzinerkressen (Tropaeolum) ist die Große Kapuzinerkresse Tropaeolum majus. Sie bildet lange kletternde Ranken mit schildförmigen Blättern, auf denen ein wachsartiger Belag dafür sorgt, dass der Tau glitzernde „Wasserkugeln“ bildet. Im Verlaufe des Wachstums entstehen von Juni bis September immer wieder gespornte, meist intensiv gefärbte Blüten. Die Blätter und Blüten haben ein scharf-würziges Aroma.

Standortbedingungen

Die frostempfindliche Pflanze bevorzugt einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Standort und einen lockeren, humusreichen Boden.

Fruchtfolge und Mischkultur

Kapuzinerkresse eignet sich für die Mischkultur mit zahlreichen Gemüsearten. Neben Kohlgewächse gepflanzt, hält es den Kleinen Kohlweißling von diesen fern, da der Schädling gerne auch die Kapuzinerkresse befällt. Als besonders günstig erweist sich die Kapuzinerkresse auch als „Blattlausfänger“ neben Rosen.

Aussaat / Pflanzung

Direktsaat Freiland  

ab April - Juni (durch das Ausfallen der Samen sät sich die Kapuzinerkresse im Garten selber aus)

Saat-/Pflanzabstand  

Reihenabstand: 20 cm
Abstand in der Reihe: 10 cm 

Saattiefe  

2 cm 

Platzbedarf 

aufgrund der langen, kriechenden Ranken benötigt die Pflanze relativ viel Platz, an einem Rankgitter klettert sie bis zu 1 m hoch 

Düngung

Aufgrund des relativ geringen Nährstoffbedarfs der Pflanze ist es ausreichend, eine kleine Gabe gut verrotteten Komposts (etwa 1 l/m2) im Frühjahr oberflächlich in den Boden einzuarbeiten. Die Ergebnisse der Bodenuntersuchung sind unbedingt zu berücksichtigen. Zu viel Dünger führt dazu, dass vermehrt Blätter und weniger Blüten gebildet werden.

Pflege

Bei lang anhaltender Trockenheit kann eine Bewässerung nötig werden. Das Entfernen der Samenansätze verlängert die Blühdauer.

Schädlinge und Krankheiten

Minierfliegen, Kleiner Kohlweißling, Blattläuse

Ernte und Lagerung

Blätter und Blüten sind essbar und können vom Frühsommer bis zum Herbst nach Bedarf gepflückt werden. Es empfiehlt sich, junge Blätter zu verwenden. Die Blüten eignen sich hervorragend für Dekorationszwecke. Blütenknospen und junge Samen können als Kapernersatz in Essig eingelegt konserviert werden. Eine Trocknung der Blätter und Blüten empfiehlt sich nicht.

Autor:Jörg Planer, Meckenheim |

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