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Karotte

Der Name Karotte wurde vom lateinischen "carota" abgeleitet. Dieser Begriff heißt übersetzt "gebrannt" und bezieht sich auf die purpurrote Farbe der früheren Zuchtformen.

Möhren
Visions-AD / Fotolia.com

Geschichte

Die Karotte kommt sowohl in Europa als auch Asien wild vor. Man nimmt an, dass sie um 1000 n. Chr. von Vorderasien nach Europa gelangte.

Besonderheiten

Unsere heutige Karotte wurde in langwieriger Züchtungsarbeit aus ihrer wild wachsenden Schwester, der Wilden Möhre, gezüchtet, die man noch heute auf Wiesen und an Wegrändern findet.

Standortbedingungen

Die Karotte ist ein Kind des nördlichen, gemäßigten Klimas. Allzu feuchte Lagen mit Staunässe verträgt die Karotte jedoch schlecht. Sie bevorzugt humose, nährstoffreiche und leichte Böden. Zu schwerer, verdichteter Boden kann Vielbeinigkeit und Herauswachsen mit Grünköpfigkeit zur Folge haben. Auf zu schweren Böden bietet sich daher die Kultur in Dämmen an.

Fruchtfolge und Mischkultur

Wegen der Gefahr des Krankheits- und Schädlingsbefalls sollten Karotten höchstens alle 4-5 Jahre auf dem gleichen Beet angebaut werden. Dies gilt auch für den Anbau anderer Doldenblütler wie Dill, Petersilie oder Sellerie. Als Vorfrucht eignen sich besonders Kulturen, die im Vorjahr eine kräftige Düngung erfahren haben – zum Beispiel Kohl, Tomate oder Gurke. Gute Mischkulturpartner sind Porree (mindert Lauchmottenbefall), Sellerie, Knoblauch und Zwiebeln (mindert Möhre- und Zwiebelfliege).

 

Aussaat / Pflanzung

Aussaat Freiland

Ab Ende Februar/Anfang März (Bodentemperaturen über 7 °C), Folgesaaten bis Juni möglich

Saatabstand

25 cm x 4-7 cm (Saatbänder empfohlen)

Düngung

Die Karotte hat einen mittleren Nährstoffbedarf. Zu empfehlen ist der Anbau nach gut gedüngten Vorfrüchten (z. B. Kohl, Tomate, Gurke). Kalihaltiger Dünger wie Holzasche fördert die Rotfärbung der Wurzel, wohingegen Kalkgaben mit beispielsweise Algenkalk zu einer Verbesserung des Aromas beitragen.

Pflege

Bei zu dichter Saat müssen die Pflanzen auf einen Abstand von 4-7 cm in der Reihe vereinzelt werden. Aus dem Boden ragende Karottenköpfe sollten angehäufelt werden, um Grünköpfigkeit zu vermeiden. Eine gleichmäßige Versorgung der Pflanzen mit Wasser verhindert das Aufplatzen der Möhren.

Schädlinge und Krankheiten

Möhrenfliege, Drahtwürmer, Nematoden, Möhrenschwärze, Sklerotiniafäule, Blattfleckenkrankheit

Ernte und Lagerung

Geerntet werden die reifen Karotten, indem man sie mit dem Spaten lockert und sie dann per Hand aus dem Boden zieht. Anschließend wird das Laub abgedreht. Um den Nitratgehalt in den Möhren gering zu halten, sollte nach Möglichkeit am Nachmittag und bei trockenem Wetter geerntet werden. Grob gereinigt (nicht waschen!) und in feuchten Sand eingeschlagen, können Wintermöhren im Keller bis ins Frühjahr überwintern. Optimale Lagerbedingungen sind 1-3 °C und 80-95 % relative Luftfeuchte. Es sollte so oft wie möglich gelüftet werden.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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