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Kennzeichnung von Zusatzstoffen

Alle verwendeten Zusatzstoffe müssen in der Zutatenliste genannt werden. Oft haben sie komplizierte chemische Namen oder E-Nummern.

Lupe durch die die Nähwertangaben vergrößert werden
fovito / Fotolia.com

In der Zutatenliste müssen alle verwendeten Zusatzstoffe genannt werden. Da von ihnen als relativ wirksamen Substanzen nur wenig benötigt wird, stehen sie in der Regel ganz am Ende der Zutatenliste. Oft haben sie komplizierte chemische Namen oder E-Nummern, über deren Bedeutung nach wie vor bei vielen Menschen Unkenntnis besteht. „E“ stand ursprünglich für Europa. Heute steht es für EG/EU bzw. für edible/essbar und ist ein internationaler Code dafür, dass der Zusatzstoff die vorgeschriebenen wissenschaftlichen Tests durchlaufen hat. Die E-Nummern sind Zahlen zwischen 100 und 1521. Sie gelten in allen EU-Ländern einheitlich und kennzeichnen einen Zusatzstoff somit eindeutig und unverwechselbar über alle Sprachgrenzen hinweg.

In der Zutatenliste müssen fast alle verwendeten Zusatzstoffe mit zwei Bezeichnungen benannt werden, und zwar:

a) mit dem chemischen Namen oder den E-Nummern aller enthaltenen und noch wirksamen Stoffe
und
b) meistens mit einem Klassennamen, der den jeweiligen Anwendungszweck erkennen lässt.

Ein Klassenname wie „Süßungsmittel“ oder „Verdickungsmittel“ informiert den Verbraucher über den Zweck des Zusatzstoffes. Denn der ist aus seiner chemischen Bezeichnung oder der E-Nummer nicht ohne weiteres erkennbar.

aid E-Nummern-Finder

Informationen, da wo man sie braucht

Icon der aid-App E-Nummern-Finder
Icon der aid-App "E-Nummern-Finder"

E 203 oder Calciumsorbat: Was bedeuten diese E-Nummern eigentlich? Kann ich sie auch als empfindlicher Mensch ohne weiteres essen und wie sieht es mit der Verträglichkeit für kleine Kinder aus? Der aid infodienst bietet mit seiner App „E-Nummern-Finder“ eine schnelle Information und Entscheidungshilfe, die Sie direkt auf Ihr Smartphone, iPhone oder Tablet laden können. Dann einfach die gewünschte E-Nummer oder den Zusatzstoff eintragen und schon wissen Sie, was dahinter steckt. Die App steht kostenfrei zum download im App-Store von iTunes und bei Google Play zur Verfügung.

Autorin: Britta Klein, aid

 

 

Weitere Informationen zur Kennzeichnung von Zusatzstoffen

Wie werden Zusatzstoffe in offen verkaufter Ware gekennzeichnet?

So genannte „lose Ware”hat meist keine Zutatenliste. Hier müssen die wichtigsten Zusatzstoffgruppen gut lesbar auf einem Schild neben den Waren, auf einem Sammelaushang, einem Computerdisplay oder in einem ausliegenden Heft angegeben werden.

Welche Angaben sind bei loser Ware vorgeschrieben?

Vorgeschrieben sind – soweit die Stoffe verwendet wurden – die Angaben:

  • „mit Farbstoff“
  • „mit Konservierungsstoff“ oder „konserviert“
  • „mit Nitritpökelsalz“
  • „mit Antioxidationsmittel“
  • „geschwefelt“
  • „geschwärzt“
  • „mit Phosphat“
  • „mit Geschmacksverstärker“
  • „gewachst“
  • „mit Süßungsmitteln“
  • „mit einer Zuckerart und Süßungsmitteln“
  • „enthält eine Phenylalaninquelle“
  • „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“

Autor: Peter Kuhnert, Königswinter

 

Autor: Peter Kuhnert, Königswinter |

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