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Kerbel

Für den Anbau im Garten werden glatt- und krausblättrige Sorten angeboten. In Bezug auf den Geschmack und die Würzkraft unterscheiden sich diese jedoch nur wenig.

Kerbel
coco / Fotolia.com

Geschichte

Der ursprünglich aus Südeuropa stammende Kerbel ist ein sehr beliebtes Gewürzkraut, wenngleich er auf Märkten und in Geschäften nicht immer zum Standardsortiment gehört. Bereits die Römer nutzten den Kerbel als Gewürz und als Heilmittel, unter anderem zum Beispiel in Arzneitees bei Magenverstimmungen. In Deutschland hat sich Kerbel als Bestandteil der bekannten Frankfurter „Grünen Soße“ einen Namen gemacht.

Besonderheiten

Kerbel ist eine einjährige Pflanze mit fiedrigen Blättern, die bei uns auch wild wächst. Die Pflanze wird 30-70 cm hoch. Kerbel sieht dem giftigen Schierling sehr ähnlich. Wer sich bei der Bestimmung der Arten nicht sicher ist, sollte daher auf das Sammeln von wild wachsendem Kerbel besser verzichten.

Standortbedingungen

Der Kerbel stellt an Standort und Boden keine besonders hohen Ansprüche. Ein nährstoffreicher, mäßig feuchter Boden wird jedoch bevorzugt. Halbschatten wird vor allem im Sommer gut vertragen.

Fruchtfolge und Mischkultur

Schnecken meiden Kerbel, daher ist es sinnvoll, ihn zwischen den Salat zu pflanzen.

Aussaat / Pflanzung

Direktsaat Freiland 

Mitte März bis Ende Juli
Da der Kerbel schnell schießt, sollte man ihn in Sätzen mit 14 Tagen Abstand säen.

Saatabstand 

10 cm x 1 cm

Vermehrung 

Pflanzen, die die Samenreife erlangen, samen sich selbst aus.

Düngung

Verhaltene Düngung, am besten mit etwas Kompost.

Pflege

Es sind keine besonderen Pflegemaßnahmen notwendig.

Schädlinge und Krankheiten

Welke/Wurzelfäule (Pythium spp, Rhizoctonia solani), Echter Mehltau, Gierschblattlaus

Ernte und Lagerung

Kerbel wächst schnell: Etwa acht Wochen nach der Aussaat beginnt bereits die Ernte. Zwischen Mai und November können die zarten, jungen Triebe geerntet werden. Ein mehrmaliger Schnitt lohnt sich meist nicht. Kerbel verwendet man am besten frisch, da er getrocknet viel an Aroma einbüßt. Eine praktische Möglichkeit zur Haltbarmachung ist das Einfrieren.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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