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Kiwi

Die meisten Kiwiarten sind sehr empfindlich gegen Frost. Da die Früchte bis in den November hinein abreifen, ist der Anbau der Exoten daher meist nur in Gebieten mit Weinbauklima möglich.

Kiwis am Baum
DeWe / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Die großfruchtigen Kiwiarten stammen aus Ostchina, wo sie schon vor über 1.000 Jahren kultiviert wurden. Der Name "Kiwi" wurde aus marktstrategischen Gründen in Neuseeland erfunden und leitet sich vom Kiwi-Vogel ab.

Kiwis sind zweihäusige Pflanzen, das heißt, es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Für eine erfolgreiche Befruchtung müssen daher beide Geschlechter nebeneinander stehen.

Standortbedingungen

Kiwis bevorzugen leicht saure, durchlässige, humose Böden an sonnigen, windgeschützten Standorten, zum Beispiel an der Südwestseite.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

März/April oder Juni/Juli; Topfpflanzen mit kräftigem Wurzelballen verwenden; eine männliche reicht zur Bestäubung von sechs weiblichen Pflanzen

Abstand

5 m x 3 m

Rankhilfe

Klettergerüst aus Drähten oder Ähnlichem, etwa 2-3 m hoch

1. Ernte

Etwa 3-4 Jahre nach der Pflanzung

Düngung

Junge Pflanzen sollten anfangs nicht oder nur sehr wenig gedüngt werden. Im Frühjahr des Folgejahres kann dann eine kräftigere Düngung mit Kompost, Hornmehl oder einem mineralischen Dünger erfolgen.

Pflege und Schnitt

Bei Trockenheit regelmäßig gießen, sonst neigen die Früchte dazu, klein zu bleiben und nur wenig Aroma zu entwickeln. Um die Kiwi vor Frost zu schützen, kann eine dicke Mulchschicht beispielsweise aus Blattkompost auf den Boden aufgebracht werden.

Geschnitten wird ab dem dritten Standjahr. Im August werden die fruchttragenden Langtriebe auf etwa 6-7 Blätter - oberhalb der letzten Frucht - eingekürzt. Bei diesem Sommerschnitt belässt man etwa 6-7 Früchte je Trieb. Der Winterschnitt sollte zwischen Mitte Februar und Mitte März vorgenommen werden, da die Schnittstellen bei späterem Schnitt zu stark bluten. Beim Winterschnitt werden zu dicht stehende Triebe sowie über dreijähriges Fruchtholz an den Haupttrieben entfernt, letztjährige Triebe werden um ein Drittel eingekürzt. Bei den männlichen Pflanzen ist kein strenger Fruchtholzschnitt erforderlich, sie werden im Winter nur ausgelichtet.

Ernte und Lagerung

Anfang bis Mitte November - vor dem ersten Frost - kann die hühnereigroße Frucht in noch hartem Zustand geerntet werden. Sie reifen bei Zimmertemperatur nach.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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