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Knollensellerie

Knollensellerie hat einen sehr charakteristischen Geruch und Geschmack, den nicht jeder mag. Dabei hat die Pflanze eine lange Geschichte und ist zudem sehr vielseitig. 

Knollensellerie
L.Bouvier / Fotolia.com

Geschichte

Knollensellerie wird im Mittelmeergebiet seit mindestens 3.000 Jahren kultiviert. Der botanische Artname bedeutet "stark riechend". Die Ägypter liebten den Sellerie so sehr, dass sie ihn den Toten sogar mit ins Grab legten. Die Griechen hingegen schmückten die Sieger von sportlichen Anlässen mit Sellerielaub.

Besonderheiten

Das zweijährige Doldengewächs besitzt einen sehr charakteristischen Geruch. Gegessen wird die fleischige, rundlich-rübenförmige Wurzel, seltener auch die Blätter.

Standortbedingungen

Sellerie wächst prinzipiell bei fast jedem Klima. Besonders gut gedeiht er allerdings dort, wo es im Sommer eher kühl und feucht ist. Der Boden sollte humus- und nährstoffreich sowie kalkhaltig und ausreichend feucht sein. Optimal sind schwere Lehmböden.

Fruchtfolge und Mischkultur

Da Sellerie nicht selbstverträglich ist, sollte eine Anbaupause von 4 Jahren eingehalten werden. Dies gilt auch für verwandte Arten wie Dill, Möhren oder Petersilie. Sellerie hat sich im Mischanbau mit Tomaten, Gurken, Blumenkohl sowie anderen Kohlarten bewährt.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

Ab Mitte Mai (nach den letzten Nachtfrösten)

Abstand

40 cm x 40 cm

Pflanztiefe

Jungpflanzen nur bis zum Wurzelhals in den Boden pflanzen

Düngung

Sellerie hat einen relativ hohen Nährstoffbedarf. Daher sollte man einige Wochen vor der Pflanzung reichlich Kompost in den Boden einarbeiten. Zusätzlich empfiehlt sich eine Kopfdüngung in mehreren Gaben mit mineralischem Dünger oder Brennnesseljauche.

Pflege

Um Austrocknung und Verunkrautung zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Boden zu mulchen. Ein Anhäufeln fördert die Bewurzelung und wirkt sich somit positiv auf das Wachstum aus. Beim Hacken ist Vorsicht geboten: Sellerie hat viele oberflächennahe Wurzeln.

Schädlinge und Krankheiten

Möhrenfliege, Nematoden, Selleriefliege, Wühlmäuse, Septoria, Schwarzfäule, Sklerotiniafäule

Ernte und Lagerung

Mitte bis Ende Oktober erreicht der Knollensellerie seine volle Reife, was am Vergilben der äußersten Blätter erkennbar ist. Je besser die Knollen ausreifen, umso haltbarer sind sie im Winterquartier. Geerntet wird stets bei Trockenheit. Zu feuchtes Erntegut wird leicht von Pilzen und Bakterien befallen. Als Vorbereitung für die Lagerung sollte man die Erde grob abschütteln und Wurzeln sowie Laub bis auf die Herzblätter glatt abschneiden. In frostfreien Kellern können Sellerieknollen bis ins Frühjahr überwintern.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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