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Kochen mit Kokosöl

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In letzter Zeit höre und lese ist viel über Kokosöl. Es soll zum Braten, aber auch zum Backen geeignet sein und außerdem total gesund. Ich bin immer skeptisch, wenn ein einziges Lebensmittel

In letzter Zeit höre und lese ist viel über Kokosöl. Es soll gut zum Braten, aber auch zum Backen geeignet sein und total gesund soll es auch noch sein. Ich bin immer skeptisch, wenn ein einziges Lebensmittel oder eine einzige Zutat „alles“ können soll. Deshalb habe ich recherchiert. Schon in den 1980er Jahren kam Kokosfett zu einiger Berühmtheit, zum Beispiel im Kalten Hund, dem Nachtisch aus Butterkeksen geschichtet mit einer Schoko-Fettmischung. Dazu verwendete man raffiniertes, gehärtetes Kokosfett, dass die Schokoladenfüllung cremig macht. Das so genannte Plattenfett ist ein hochverarbeitetes Produkt.

Heute liegt natives Kokosöl im Trend. Es wird ohne Wärmezugabe gewonnen, enthält leicht verdauliche, mittelkettige Fettsäuren und schmeckt leicht nach Kokos. Mittelkettige Fettsäuren sind gesättigte Fettsäuren, die in der Natur nur selten vorkommen. Auch wenn gesättigte Fettsäuren im Allgemeinen als eher schlecht gelten, scheinen die mittelkettigen Fettsäuren aus Kokosnüssen im Körper positive Effekte entfalten zu können. Neben dem Kokosöl gibt es das wärmebehandelte Kokosfett. Desodorieren, eine Behandlung mit Wasserdampf, entzieht dem Fett geschmacksintensive Stoffe. Daher ist desodoriertes Kokosfett geschmacksneutral.

Zutaten für eine Gemüsepfanne mit Kokoöl
Julia Icking

Kokosöl in der Küche

Zum Ausprobieren habe ich natives Kokosöl gekauft, das in Sri Lanka hergestellt wurde. Ach ja, das ist sicherlich die Schattenseite des Alleskönners. Kokospalmen wachsen nunmal nicht in unserer Nähe, so dass das Fett bis in unsere Läden weite Wege zurücklegen muss. Aber jetzt zum Kochen. Das Glas enthält eine weiße, feste Masse, denn Kokosöl ist trotz der Bezeichnung Öl bei Zimmertemperatur fest. Beim Öffnen nehme ich schon einen leichten Kokosgeruch wahr, der auch beim Probieren deutlich herauskommt. Ich werde eine Gemüsepfanne mit Ingwer zubereiten und hoffe, das die Kokosnote darin lecker schmeckt.

Zutaten für 2 Personen

Gemüsepfanne
  • 3 Möhren
  • 1-2 rote Parikaschoten
  • 1 Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Kokosfett
  • 1 Stück Ingwer, ca. walnussgroß oder nach Geschmack
  • 1 Knoblauchzehe
  • gehackte Chilischote oder Chilipulver nach Geschmack
  • Salz

Ich schneide alles Gemüse in kleine Stücke oder Streifen, hacke Ingwer und Knoblauch und erhitze das Fett in einer großen Pfanne. Zuerst brate ich Möhren und Zwiebeln an, dabei regele ich den Herd ein wenig runter, denn ich habe das Gefühl, dass Fett fängt an unangenehm zu riechen. Es heißt zwar, dass Kokosöl zum Braten bei hohen Temperaturen geeignet ist, bei zu viel Hitze soll es aber unangenehm schmecken. Das möchte ich natürlich nicht.

Wenn die Möhren und Zwiebeln schon ein bisschen weich sind, gebe ich das andere Gemüse und die Gewürze dazu. Bei der etwas geringeren Temperatur klappt das Braten super und schon nach wenigen Minuten ist alles gar. Dazu koche ich zwei Portionen Basmatireis.

Der Geschmack

Die Gemüsepfanne hat uns gut geschmeckt. Die Kokosnote war deutlich zu riechen und auch ein bisschen zu schmecken. Mehr habe ich bei der geringen Fettmenge auch nicht erwartet. Zur asiatisch angehauchten Gemüsepfanne passt der Geschmack jedenfalls gut, bei anderen Gerichten stelle ich ihn mir eher störend vor.

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