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Kompostpflege im Sommer

Im Komposter werden Garten- und Küchenabfälle zu wertvollem Humus. Ausschlaggebend für optimale Ergebnisse ohne unangenehmen Geruch sind genügend Feuchtigkeit und der richtige Materialmix.

Gut gefüllter offener Holzkomposter
airborne77 / Fotolia.com

Sonnencreme vor, Eis während und Après-Sun-Lotion nach dem Sonnenbaden – niemand käme auf die Idee, dieses Wohlfühlprogramm ausgerechnet auf den Gartenkompost zu übertragen. Andere Tipps für heiße Tage hingegen sind sehr wohl geeignet, um auch den Mikroorganismen im Kompost das Leben leichter zu machen. Das ist ausgesprochen sinnvoll, denn damit sie organisches Material zügig in wertvollen Humus umwandeln können, benötigen die kleinen Gartenhelfer ausreichend Feuchtigkeit und Temperaturen unter 80 Grad Celsius, andernfalls legen sie eine Ruhepause ein.

Tipp 1: Bei großer Hitze den Schatten aufsuchen

Das ist zugegebenermaßen einfacher, wenn man mobil ist, und somit für Kompostanlagen eher schwierig zu bewerkstelligen. Entsprechend sollte man am besten von vornherein einen günstig gelegenen Standort für den Komposter auswählen. Optimal ist ein halbschattiger und windgeschützter Platz – an einem zugigen Ort trocknet der Kompost schneller aus und möglicherweise vorhandene Sporen von Schimmelpilzen oder andere Keime können verweht werden. (Wobei sich potenziell schädliche Pilze und Keime in einem funktionierenden Kompost gar nicht erst bilden; ein Grund mehr, der Kompostpflege etwas Aufmerksamkeit zu schenken.)

Tipp 2: Einen Sonnenschutz tragen

Es muss nicht gleich ein Riesensombrero sein, aber eine Abdeckung mit einem luft- und wasserdurchlässigen Vlies reduziert an heißen Tagen die Verdunstung und verhindert bei starkem Regen, dass der Kompost zu stark durchnässt wird – denn auch dadurch kann der Rotteprozess ins Stocken kommen. Zum Beschweren am besten ein paar Holzlatten auf das Vlies legen, damit es an windigen Tagen nicht durch den Garten wandert.

Tipp 3: Auf eine ausreichende Wasserzufuhr achten

Bei anhaltend hochsommerlichen Temperaturen, ist nicht nur der Gärtner für einen Schluck Gänsewein dankbar: Trockenheit bekommt den Mikroorganismen im Kompost gar nicht gut, daher beim Gießen von Beeten und Kübeln gelegentlich auch mal beim Komposter vorbeischauen und ihn einfach mitwässern.

Tipp 4: Im Zweifelsfall die Temperatur messen

Ob der Komposter gut funktioniert, oder kurz vorm Hitzekollaps oder vorm Austrocknen steht, lässt sich am besten mit einem Kompostthermometer feststellen. Optimale Bedingungen herrschen bei 60 bis 70 Grad Celsius. In Gartenkompostern steigt die Temperatur zwar aufgrund der geringen Größe meist weniger stark an, 45 Grad Celsius im Kernbereich sollten jedoch auch hier erzielt werden. Wer kein Thermometer besitzt und keine Scheu hat, sich schmutzig zu machen, kann die ungefähre Temperatur und die Feuchtigkeit auch überprüfen, indem er mit dem Arm in den Kompost hineinlangt. Übrigens: Stinkt der Kompost, liegt das meist an einem zu hohen Anteil an Feuchtabfällen wie frischem Rasenschnitt, Obst und Gemüse – beziehungsweise die Feuchtabfälle liegen zu kompakt und sind schlecht durchlüftet. Feuchtes Material daher immer im Wechsel mit trockenem, sperrigerem Material wie zerkleinerten Zweigen oder trockenen Blumenstängeln einschichten, dann gelangt genügend Sauerstoff ins Kompostinnere und die Zersetzung geht rasch voran.

Autorin: Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

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