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Kontrolle der Gentechnik-Kennzeichnung

Für die Kontrolle von Gentech-Lebensmitteln sind alle Beteiligten entlang der Produktionskette verantwortlich, bis hin zur amtlichen Lebensmittelüberwachung der Bundesländer.

Weizen vor Mikroskop
luchschen / Fotolia.com

Ohne Kontrollmöglichkeit nützt die beste Vorschrift nichts! Die Forschung und Entwicklung, aber auch die Verarbeitung und Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln unterliegt umfangreichen gesetzlichen Zulassungs- und Kontrollverfahren.Vom Wissenschaftler über den Hersteller bis zum Händler, alle müssen darauf achten, dass sie die gesetzlichen Vorschriften einhalten.

Zuständig für die Kontrolle der Kennzeichnung ist die amtliche Lebensmittelüberwachung der Bundesländer. Inzwischen gibt es leistungsfähige Verfahren, mit denen Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen auch in kleinsten Mengen nachgewiesen werden können.

Genaue Dokumentation der Produktionskette

Bei vielen Lebensmitteln sind jedoch keine nachweisfähigen Bestandteile gentechnisch veränderter Organismen (GVO) mehr vorhanden. In solchen Fällen kann eine Kontrolle nur anhand schriftlicher Unterlagen erfolgen. Hersteller und Importeure von Lebensmitteln sind daher verpflichtet, geeignete Dokumente bereitzuhalten. Hat etwa ein Hersteller sein Sojaöl nicht gekennzeichnet, dann muss er lückenlos belegen können, dass auf allen Produktionsstufen keine gentechnisch veränderten Sojabohnen verwendet wurden.

Die Kontrollen der Bundesländer zeigen, dass die Bestimmungen zur Kennzeichnung bis auf wenige Ausnahmen eingehalten werden. Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften können mit einer Geldstrafe bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Weitere Informationen zur Kontrolle

Welche Lebensmittel werden kontrolliert?

Bei der Kontrolle der Gentechnik-Kennzeichnung liegt der Schwerpunkt auf soja- und maishaltigen Lebensmitteln, da bei diesen Produktgruppen die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) am wahrscheinlichsten sind. Gv-Mais und gv-Sojabohnen werden in vielen Ländern der Welt angebaut und sind auch in Europa zugelassen. Geprüft wird aber auch, ob sich weitere gv-Pflanzen - auch solche, die in der EU (noch) nicht zugelassen sind - in Lebensmitteln nachweisen lassen.

Wie lassen sich gentechnisch veränderte Organismen in Lebensmitteln nachweisen?

Für GVO-Nachweise wird heute fast ausschließlich die PCR-Methode genutzt: In einem ersten Schritt wird der gesuchte, für den jeweiligen GVO charakteristische DNA-Abschnitt mit einer "Sonde" aufgespürt. Ist dieser DNA-Abschnitt vorhanden, wird er in einer schnell ablaufenden Kettenreaktion vervielfältigt und kann dann nachgewiesen werden.

Autor: Gerd Spelsberg, TransGen |

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Dr. Christina Rempe, Berlin
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