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Kräuter: Verbraucherschutz

Getrocknete Kräuter können krankheitserregende Mikroorganismen enthalten. Daher dürfen sie unter bestimmten Voraussetzungen vorbeugend bestrahlt werden.

getrocknete Kräuter
Jana Behr / Fotolia.com

Während frische Kräuter im Allgemeinen als unproblematisch gelten, können Trockenkräuter trotz des geringen Wassergehalts als Naturprodukt von Mikroorganismen befallen sein. Wegen ihres geringen Wassergehaltes verderben die Kräuter zwar selbst nicht, sie können aber bei ihrer Verwendung andere Lebensmittel, wie Suppen oder Salate, sozusagen „infizieren“, insbesondere dann, wenn die Speisen nicht mehr erhitzt werden.

 

Die Bestrahlung von Kräutern ist in Deutschland zugelassen

Seit Dezember 2000 dürfen auch in Deutschland getrocknete aromatische Kräuter und Gewürze bestrahlt und vertrieben werden. Weltweit werden pro Jahr etwa 200.000 Tonnen Lebensmittel mit Elektronen-, Röntgen- oder Gammastrahlen behandelt, der Großteil davon sind Gewürze und Kräuter. Ziel der Bestrahlung ist es, krankheitserregende und den Verderb verursachende Mikroorganismen zu verringern, sie werden durch die Strahlen abgetötet.

Bestrahlte Kräuter und Gewürze müssen in Deutschland entsprechend gekennzeichnet werden. Dies gilt für lose sowie verpackte Ware gleichermaßen. Achten Sie beim Kauf auf die Angabe „bestrahlt“ beziehungsweise „mit ionisierenden Strahlen behandelt“. Wenn Sie bestrahlte Kräuter und Gewürze meiden wollen, dann kaufen Sie Bio-Kräuter. Sie sind nicht bestrahlt, da die EU-Öko-Verordnung die Bestrahlung zur Konservierung von Kräutern verbietet.

Eine Bestrahlung ist dann zugelassen, wenn sie

  • technologisch sinnvoll und notwendig ist,
  • gesundheitlich unbedenklich ist und gemäß den vorgeschlagenen Bedingungen durchgeführt wird,
  • für den Verbraucher nützlich ist und
  • nicht als Ersatz für Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen verwendet wird.

Nach wissenschaftlichem Kenntnisstand treten bei der Bestrahlung in dem vorgesehenen Dosisbereich keine nennenswerten Veränderungen der Lebensmittel, zum Beispiel Nährstoffverluste, auf. Auch gibt es keine Hinweise darauf, dass bestrahlte Lebensmittel Giftstoffe entwickeln oder auf eine andere Weise schädlich für den Menschen sind.

Autor: Engelbert Kötter, Walldürn-Rippberg |

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