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Kühlen

Durch die Kühlung wird das Wachstum von Mikroorganismen und die Aktivität lebensmitteleigener Enzyme gehemmt - Lebensmittel bleiben so länger frisch und verderben langsamer.

Temperaturskala, die 6°C anzeigt
aid

Lebensmittel bleiben gekühlt länger haltbar, da das Wachstum von Mikroorganismen und die Aktivität lebensmitteleigener Enzyme gehemmt werden.

Definition: Wärmeentzug auf 0 bis 14 °C

Im Kühlschrank lassen sich leicht verderbliche Lebensmittel wie Wurst, Milch und Milchprodukte bei Temperaturen um 5 °C für einige Tage lagern. In entsprechenden Mehrzonenkühlgeräten lassen sich auch bei Temperaturen um 0 °C kälteunempfindliches Obst und Gemüse sowie Fleisch einige Tage gekühlt bevorraten. Die Lebensmittel sollten zum Kühllagern möglichst frisch sein. Geeignete Verpackungen schützen die Lebensmittel vor dem Austrocknen sowie vor Farb-, Aroma- und Geschmacksveränderungen, Geruchsübertragung und Übertragung von Keimen.

Bestimmte Lebensmittel können auch in einem kühlen, trockenen und abgedunkelten Vorratsraum bei Temperaturen zwischen 6 und 14 °C gelagert werden. Hierzu eignen sich verschiedene Obst- (Äpfel und Birnen) und Gemüsearten (Sellerie, Lauch, Rote Bete, Möhren).

Weitere Informationen zum Kühlen

Wie lässt sich beim Kühlen Energie sparen?

  • Bei der Neuanschaffung eines Kühlschrankes sollte man auf die Energieeffizienzklasse achten.
  • Ist bereits ein Gefriergerät vorhanden, kann man auf ein Gefrierfach verzichten. Ein 3-Sterne-Kühlschrank verbraucht bis zu 30 Prozent mehr Strom als ein Kühlschrank ohne Gefrierfach.
  • Den Kühlschrank möglichst nicht neben den Herd, die Spülmaschine oder die Waschmaschine stellen. Sie geben, wenn sie in Betrieb sind, Wärme ab.
  • Den Kühlschrank nicht auf höchste Stufe stellen, 7 °C Innentemperatur reichen völlig aus.
  • Warme Speisen schnell abkühlen lassen und erst dann in den Kühlschrank stellen.
  • Unnötiges langes Öffnen vermeiden.
  • Den Gefrierschrank regelmäßig abtauen, spätestens bei einer 1 cm dicken Eisschicht.
  • Die Gummidichtung der Türen ab und zu prüfen. Dazu legt man eine Taschenlampe in den Kühlschrank und sieht bei Dunkelheit nach, ob ein Lichtstrahl durchdringt.
  • Die Lüftungsschlitze dürfen nicht zugedeckt werden, denn ein Wärmestau am Kühlgerät erhöht den Energieverbrauch um bis zu 10 %.
  • Bei längerer Abwesenheit den Kühlschrank leeren und den Gerätestecker ziehen. Die Kühlschranktür offen lassen, damit er abtrocknen kann. Sonst bildet sich im Kühlschrank Schimmel.

    Quelle: www.vz-saar.de

Welches Lebensmittel gehört wo in den Kühlschrank?

In herkömmlichen Kühlgeräten gibt es kühle und etwas weniger kühle Bereiche. Die Temperaturen liegen hier zwischen +2 °C und +8 °C.
Im Innenraum, vor allem nahe dem Verdampfer an der Rückwand des Innenraumes, und bei Kühlgeräten mit Abstellrosten auf der Glasplatte, herrschen die niedrigsten Temperaturen, weil die kalte Luft absinkt.
Da die Glasplatte die Kälte zum Obst- und Gemüsefach abschirmt, ist die Temperatur in diesen Fächern um 2 °C bis 3 °C höher als die durchschnittliche Kühlschrank-Temperatur. Auch in den Türfächern ist die Temperatur höher.
Folglich gibt es für viele Lebensmittel einen besonders geeigneten Lagerplatz:

  • obere Abstellfläche: Käse, zubereitete Speisen und geräucherte Fleischwaren
  • mittlere Abstellfläche: Milch und Milchprodukte
  • untere Abstellfläche (Glasplatte): leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fischerzeugnisse, Wurst, Fleisch und Fleischwaren am besten an den kältesten Stellen im Gerät lagern, zum Beispiel auf die unterste Glasplatte.
  • Obst- und Gemüsefach: Obst und Gemüse mit Ausnahme kälteempfindlicher Arten
  • Türfächer: Lebensmittel, die nur leicht gekühlt werden müssen, wie Butter oder Getränke, Senf, Ketchup

Bei neueren Kühlgeräten und so genannten No-frost-Geräten herrschen im Innenraum weitgehend gleiche Temperaturen. Alle Lebensmittel können an beliebiger Stelle einsortiert werden. Zur besseren Übersicht empfiehlt es sich aber auch hier, die Lebensmittel nach Gruppen sortiert einzuordnen.

Moderne Mehrzonenkühlgeräte verfügen über separate Schubladen oder Fächer mit einzeln einstellbaren Temperaturen. Außerdem herrscht in den Fächern eine unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit. So bieten diese Geräte beispielsweise optimierte Lagerbedingungen für Obst und Gemüse in speziellen Bereichen mit Temperaturen von 0,5 bis 1 °C und einer Luftfeuchte von über 90 Prozent (z. B. Biofresh). Hier können marktfrische Lebensmittel ohne zusätzliche Verpackung mehrere Tage lagern, ohne zu verwelken oder zu verderben. Zusätzlich sind meistens Bereiche für die optimale Lagerung von Fleisch- und Wurstwaren eingerichtet.
Quelle: aid, Nährstoffveränderungen bei der Lebensmittelverarbeitung im Haushalt (Bestell-Nr.: 3048)

Welches Obst und Gemüse darf in den Kühlschrank, welches nicht?

Die meisten heimischen Obst- und Gemüsearten (z. B. Kern-, Stein-, Beerenobst, Blattsalate, Wurzel-, Kohlgemüse) können im Obst- und Gemüsefach des Kühlschrankes gelagert werden. Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen. Folge Arten gehören nicht in den Kühlschrank:

  • Für Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Aubergine oder Zucchini ist es im Kühlschrank etwas zu kalt.
  • Südfrüchte wie Ananas und Bananen gehören auf keinen Fall in den Kühlschrank.
  • Dies gilt auch für viele Exoten (z. B. Mango, Papaya, Granatapfel, Avocado) und Zitrusfrüchte (z. B. Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit).

Tipps:

Kälteempfindliches Obst und Gemüse lagert man am besten im Keller oder in einem Vorratsraum.

Zitrusfrüchte und Birnen können zwar auch ins Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks gelegt werden, ihr volles Aroma entfalten sie jedoch erst bei Raumtemperatur. Birnen entwickeln ihr Aroma besonders gut, wenn sie zunächst kurzfristig gekühlt werden.

Bestimmte Gemüsearten fühlen sich auch im Keller wohl, wenn dieser kühl, feucht und dunkel ist. Dazu zählen wasserarme Arten mit fester Zellstruktur wie Kohl, Sellerie, Porree, Rote Bete und Möhren.

Autorin: Petra Wanzek, Bonn; Überarbeitung: Hedda Thielking, Bergheim

Autorin: Petra Wanzek, Bonn; Überarbeitung: Hedda Thielking, Bergheim |

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