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Kühlgeräte: Nutzung, Pflege und Kauf

Hier lesen Sie, wie Sie Lebensmittel im Kühlschrank richtig lagern, Hinweise zum Umgang mit ihrem Kühlgerät und was Sie beim Neukauf eines Kühlschranks berücksichtigen können.

Kühlschrank geöffnet mit angebissenem Apfel
IntelWond / Fotolia.com

Praktisch, energieeffizient, smart

Ein Leben ohne ihn können sich die meisten von uns kaum mehr vorstellen, nahezu jeder Haushalt in Deutschland besitzt einen Kühlschrank. Kein Wunder, denn das kühlende Gerät ist komfortabel: empfindliche Lebensmittel können direkt in der Küche bei optimaler Temperatur und Feuchtigkeit gelagert werden. Das macht die private Vorratshaltung sehr einfach.

Die Gerätetechnik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Die neuen Geräte verbrauchen wesentlich weniger Energie als die alten, sind in unterschiedlichsten Formen, Farben und zum Beispiel mit Kaltlagerfächern oder Umluftkühlung zu haben und sie entwickeln sich zu smarten Haushaltsgeräten.

Auch wenn die Kühlgeräte noch so modern sind, sie nehmen uns noch nicht alles ab: Wir müssen sie immer noch selbstständig ein- und ausräumen und regelmäßig reinigen. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie lagern Lebensmittel im Kühlschrank am besten?

Kühlschrank wischen mit Putzlappen
Regelmäßiges Reinigen des Kühlschranks ist wichtig

Lebensmittel sollen im Kühlschrank kühl lagern und lange haltbar bleiben. Dies funktioniert allerdings nur dann optimal, wenn wir den Kühlschrank richtig benutzen. Richtig benutzen? Was kann man denn da falsch machen, fragen Sie? Einiges, sagen die Experten:

Beispielweise sollte der Kühlschrank nicht überladen werden, sonst kann die kalte Luft nicht zwischen den Lebensmitteln zirkulieren und die Produkte werden nicht ausreichend gekühlt.

Oder die Achillesferse Reinigung: Verschüttetes und Verkrustungen sind ein idealer Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze. Einige können sich sogar bei Kühlschranktemperaturen vermehren. Daher sollten Sie großen Wert auf einen sauberen Kühlschrank legen. Neben der regelmäßigen Reinigung des Kühlschranks gehören das Verpacken aller Lebensmittel und das Aussortieren verdorbener Lebensmittel zu den wichtigsten Hygienemaßnahmen.

Lebensmittel können schneller schlecht werden, wenn sie zu warm lagern. In herkömmlichen Kühlgeräten sollten leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch am besten verpackt an der kältesten Stelle auf der untersten Glasplatte liegen und Getränke in der Schranktür stehen. Vor allem loses Obst und Gemüse, denen oft Staub oder Erden anhaften, sollten getrennt von den übrigen Lebensmitteln in den darunterliegenden Obst- und Gemüsefächern aufbewahrt werden.

Ungeöffnete Convenienceprodukte wie Jogurt, Streichkäse oder Fertigssoßen werden irgendwann ungenießbar, weil sie - versteckt in der hinteren Reihe - vergessen werden. Solch unnötigen Lebensmittelmüll können Sie vermeiden, indem Sie Ordnung halten und ältere Produkte zuerst verbrauchen. Das nennt man das FIFO-Prinzip (first in first out). 

7 Tipps zum Lagern im Kühlschrank

Tipp 1: Den Kühlschrank nicht überfüllen

mehrere Lebensmittelbehälter stehen eng zusammen auf einer Kühlschrankablage

Stellen Sie ihre Lebensmittel nicht zu dicht neben- oder übereinander in den Kühlschrank. Nur wenn Luft in jeden Winkel des Innenraums und zwischen die Lebensmittel gelangen kann, ist eine ausreichende Kühlung gewährleistet.

Durch Luftzirkulation im Kühlschrank wird den Lebensmitteln Wärme entzogen. Die warme Luft steigt nach oben und gibt die Wärme an den kalten Verdampfer an der Rückseite des Innenraums ab. Über einen eigenen Kreislauf transportiert ein Kältemittel die Wärme zur Außenwand des Kühlschranks und gibt sie an die Umgebungsluft ab.

Tipp 2: Lebensmittel im Kühlschrank gut verpacken

Käse einpacken

Verpacken Sie Lebensmittel mit geeigneten Materialien, bevor Sie sie in den Kühlschrank legen.

Die zirkulierende Luft innerhalb des Kühlschranks transportiert neben Wärme auch Schimmelpilzsporen, Wasser- und Geruchsmoleküle. Dadurch trocknen offen gelagerte Lebensmittel im Kühlgerät schnell aus, nehmen Gerüche von anderen Lebensmitteln an oder beginnen zu schimmeln.

Tipp 3: Im Kühlschrank Ordnung halten

Jogurtgläser und Jogurtbecher stehen geordnet nebeneinander

Lagern Sie gleiche oder ähnliche Waren zusammen und an festen Plätzen im Kühlschrank.

Lebensmittel einer Warengruppe haben ähnliche Anforderungen an Lagerdauer und Lagertemperatur. Stellen Sie Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit am besten nach hinten. So behalten Sie die Übersicht und vermeiden Lebensmittelabfälle.

Tipp 4: Ältere Lebensmittel zuerst verbrauchen

Zwei Jogurtbecher mit Mindesthaltbarkeitsdatum, eines älter

Prüfen Sie regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte im Kühlschrank, verbrauchen Sie ältere Lebensmittel zuerst und planen Sie rechtzeitig den Verzehr älterer Produkte ein. Mit einem festen Ordnungssystem (siehe Tipp 3) behalten Sie den Überblick.

Tipp 5: Rohe Lebensmittel unter verzehrfertigen Lebensmitteln lagern

rohe Lebensmittel lagern im Kühlschrank unter gekochten Lebensmitteln

Lagern Sie rohe Lebensmitteln unter verzehrfertigen. So wird vermieden, dass auslaufender Tropfsaft in Kontakt mit anderen Lebensmitteln kommt und diese möglicherweise mit krankheitserregenden Bakterien verunreinigt. 

Außerdem sollten rohe, leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fischerzeugnisse oder Fleisch und Fleischerzeugnisse an der kältesten Stelle im Kühlschrank lagern. Die kälteste Stelle befindet sich bei einem herkömmlichen Kühlschrank hinten auf der untersten Glasplatte.

 

 

 

 

 

Tipp 6: Den Kühlschrank regelmäßig reinigen und abtauen

Eine Flasche Neutralreiniger und ein Eimer Wasser

Reinigen Sie Ihren Kühlschrank möglichst alle vier Wochen mit warmem Wasser und Allzweckreiniger oder Spülmittel. Durch regelmäßiges Reinigen aller Kühlschrankteile beugen Sie einer Keimübertragung und einem Lebensmittelverderb vor. Im Kühlschrank können sich trotz Kälte Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmelpilze vermehren. Diese gelangen über Lebensmittel, Verpackungen, Hände oder verunreinigte Putzlappen in den Kühlschrank.

Bei Reifbildung arbeiten Kühlgeräte Energie ineffizient und verbrauchen mehr Strom. Tauen Sie vereiste Kühlfächer daher umgehend ab.

Moderne Kühlgeräte besitzen oft eine sogenannte Abtauautomatik und vereisen nicht mehr. Für Kühl-/Gefrierkombinationen gilt das jedoch oftmals nicht. Denken Sie daran, die Reifbildung des Gefrierteils zu kontrollieren. Das Gefrierteil sollte etwa einmal jährlich gereinigt werden.

Tipp 7: Das gehört nicht in den Kühlschrank

Kältempfindliche Lebensmittel: Tomate, Banane, Kartoffeln, Ananas

Es gibt Lebensmittel, die eine Lagerung im Kühlschrank nicht oder nur kurzfristig vertragen. Dazu gehören Südfrüchte wie Bananen oder Ananas, Knollen wie Kartoffeln oder Lagerzwiebeln und kälteempfindliche Gemüsearten wie Zucchini und Tomaten.

Bewahren Sie diese Lebensmittel möglichst außerhalb des Kühlschranks auf. Denn bei zu kühler Lagerung verfärben sich Bananen dunkel und werden schnell matschig. Ananas und Tomaten verlieren an Aroma, Zucchini werden weich und Kartoffeln wandeln ihre Stärke in Zucker um und schmecken dann sehr süß. Zwiebeln werden bei längerer Lagerung im Kühlschrank feucht und schimmeln dadurch schneller.

 

Kühlschrankverträgliches Obst und Gemüse

Lagerform Gemüse Obst
Lagern im Gemüsefach des Kühlschranks Artischocke, Blattgemüse, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivie, Erbsen, Gewürzkräuter, (kein Basilikum), grüne Bohnen, Lauchzwiebeln, Kohl, Lauch, Möhre, Pilze, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Salat, Salatmischungen, Sellerie, Spargel, Spinat, Süßmais Apfel (länger als 7 Tage), Aprikose, Brombeere, Erdbeere, Feige, Heidelbeere, Himbeere, Kirsche, Trauben
Reifen im Zimmer und Lagern im Kühlschrank   Avocado, Birne, Kiwi, Nektarine, Pfirsich, Pflaume, Zwetsche
Lagern vorzugsweise bei Raumtemperatur* Aubergine, Basilikum (Bundware in Wasser gestellt), Gurke, Ingwer, Kartoffel**, Knoblauch**, Lagerzwiebel**, Paprika, Tomate, Zucchini Ananas, Apfel (weniger als 7 Tage), Banane, Grapefruit, Mandarine, Mango, Orange, Papaya, Melone, Wassermelone, Zitrusfrüchte

 

*Alle hier aufgeführten Obst- und Gemüsearten können für 1-3 Tage im Kühlschrank gelagert werden, wenn sie danach rasch verbraucht werden.
** Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln sollten in einem gut gelüfteten Raum, am besten im Keller gelagert werden.
Quelle: aid-Heft „Lebensmittelhygiene – Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt“, Bestell-Nr. 3922/2013

Einige Obst- und Gemüsearten gehören übrigens nicht in den Kühlschrank, da sie dort ihr Aroma verlieren, schnell verderben oder andere Lebensmittel negativ beeinflussen. Dazu gehören die kältemepfindlichen Südfrüchte wie Bananen, Zitronen, Ananas und Melonen. Auch Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch mögen die Kälte nicht. Lagern Sie diese Produkte besser außerhalb des Kühlschranks.

Bestimmte ethenproduzierende und ethenempfindliche Obst- und Gemüsearten vertragen sich untereinander nicht und sollten getrennt voneinander lagern. Ethen (oder Ethylen) ist ein Reifegas, das Lebensmittel schneller altern lässt. So verfärbt sich Wirsing gelb, wenn er neben ethylenproduzierenden Äpfeln liegt. Dies können Sie verhindern, indem Sie Äpfel in verschließbare Folienbeutel aus Polyethylen (PET) mit kleinen Luftlöchern packen oder außerhalb des Gemüsefachs auf eine der oberen Ablagen in den Kühlschrank legen. Andererseits können Sie diesen Effekt auch zum Nachreifen von Früchten gezielt nutzen. Avocados und Kiwis reifen bei Raumtemperatur nach, wenn sie zusammen mit einem Apfel in einer Tüte lagern. 

Ethenproduzenten und -empfindlichkeiten bei Obst und Gemüse
Starke und mittlere Ethenproduzenten Hoch- und mittelethenempfindliche Früchte
Apfel, Birne, Aprikose, Banane, Mango, Avocado, Melone, reife Tomate Apfel, Birne, Aprikose, Banane, Mango, Avocado, Olive, Melone, Grapefruit, Orange, Mandarine, Salate, Möhre, Bohne, Erbse, Sellerie, Spinat, Spargel, Brokkoli, Kohlarten, unreife Tomate, Gurke, Küchenkräuter, Pilze

Kühlschranktypen

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Kühlschränke. Was macht die verschiedenen Typen aus?

Die herkömmlichen Kühlgeräte arbeiten mit statischer Kühlung. Ein Wärmetauscher in der Geräterückwand kühlt die vorüberströmende Luft im Innenraum ab, sodass ein Temperaturgefälle entsteht. Auf den oberen Ablagen, im Gemüsefach und im Türbereich ist es dann etwas wärmer als im unteren Bereich. Sehr empfindliche Lebensmittel, wie Fleisch und Fisch gehören in diesen Geräten an die kälteste Stelle auf dem untersten Ablagefach.

Gleichmäßigere Temperaturen im gesamten Innenraum herrschen hingegen bei Kühlschränken mit dynamischer Umluftkühlung. Hier wird kalte Luft auf allen Lagerebenen eingeleitet und/oder zusätzlich mit einem Lüfter verteilt, so dass annähernd gleiche Temperaturen im gesamten Gerät herrschen. Alle Lebensmittel können prinzipiell auf jeder Ebene im Gerät abgelegt werden.

Wer verschiedene Kälte- und Feuchtigkeitszonen für verschiedene Lebensmittelgruppen benötigt, kann sich einen Mehrzonen-Kühlschrank anschaffen. Diese Geräte verfügen in der Regel über sogenannte Kaltlagerfächer, deren Luftfeuchte und Temperatur in gewissem Maße regelbar sind. So gibt es zum Beispiel ein extra feuchtes Null-Grad-Fach für Gemüse und ein trockenes Null-Grad-Fach für Käse und Wurst.

So genannte Kühl-Gefrierkombinationen enthalten neben einem Kühlschrank ein separates Gefrierteil.

Worauf achten beim Kühlschrank-Kauf?

In deutschen Haushalten wird durchschnittlich alle zehn Jahre ein neuer Kühlschrank gekauft. Doch welcher Kühlschrank ist der richtige? Der Handel bietet eine breite Palette unterschiedlichster Gerätetypen an. Überlegen Sie sich daher bereits vor dem Kauf, welche Eigenschaften der neue Kühlschrank haben sollte und welche baulichen Voraussetzungen im Haushalt vorhanden sind. Wir haben Ihnen eine Checkliste zusammengestellt:

Wie viele Personen nutzen den Kühlschrank?

Je mehr Personen in Ihrem Haushalt leben, umso größer muss der Kühlschrank sein. Als Richtlinie für einen Ein-Personen-Haushalt gilt ein Nutzinhalt von 120 bis 140 Litern. Für jede weitere Person in einem Mehr-Personen-Haushalt rechnet man pro Person 60 Liter Nutzinhalt hinzu.

Wie viel Platz ist am späteren Standort vorhanden?

Messen Sie den vorhandenen Platz am späteren Standort des Kühlschranks genau aus. Wie breit, hoch und tief ist der vorhandene Platz? Beachten Sie, dass zusätzlich Raum vor und hinter dem Kühlschrank benötigt wird. Der Kühlschrank erzeugt im hinteren Teil Wärme, die sich nicht Stauen darf, vorne muss ausreichend Platz zum Öffnen der Kühlschranktüre einberechnet werden.

Wo soll sich der Türanschlag befinden?

Überlegen Sie, welche Öffnungsrichtung der Kühlschranktüre am sinnvollsten ist. Danach richtet sich der Türanschlag beim Kühlschrank. Er kann links oder rechts angeordnet sein oder beidseitig. Rechtsanschlag heißt es, wenn das Scharnier rechts ist und damit der Türgriff links. Üblicherweise kann man den aber bei jedem Kühlschrank einfach wechseln. 

Wie hoch soll der Kühlschrank sein?

Soll der Kühlschrank Arbeitshöhe haben oder höher ausfallen? Einflussfaktoren hierfür können sein: der vorhandene Platz am Standort, der benötigte Nutzinhalt oder das festgelegte Kühlschrankdesign.

Wo soll das Gerät aufgestellt werden?

Platzieren Sie das Kühlgerät nicht in unmittelbarer Nähe zum Herd und vermeiden Sie eine direkte Sonneneinstrahlung. Beides erhöht den Energieverbrauch des Gerätes unnötig.

Üblicherweise werden hierzulande Geräte mit der Klimaklasse "erweitert normal" (SN) verkauft. In klimatisch sehr warmen Regionen mit Temperaturen oberhalb von 32 °C kann unter Umständen sogar die Anschaffung eines Gerätes für Subtropen mit der Klimaklasse (ST) sinnvoll sein.  

Soll ein Gefrierfach vorhanden sein?

Wie viele Tiefkühllebensmittel möchten Sie unterbringen? Bei kleinen Mengen genügt ein Kühlschrank mit Gefrierfach, in einem Mehrpersonenhaushalt ist meist eine Kühl-Gefrierkombination mit mehreren Kühl- und Tiefkühlfächern sinnvoll. Wer sehr viele Lebensmittel selbst einfriert oder länger lagern möchte, benötigt ein 3-Sternefach oder sollte sich am besten ein separates Gefriergerät anschaffen.

Soll der Kühlschrank Zusatzfunktionen haben?

Einige Kühlschränke bieten besondere Zusatzfunktionen, wie Eiswürfelbereiter und Wasserspender (benötigen einen Kaltwasseranschluss), dynamische Umluftkühlung (Temperatur im gesamten Innenraum des Kühlschranks gleich), Schnellkühlung (bei Gefrierfach), Null-Grad-Fach (konstante Temperatur und konstante Luftfeuchte, Trockenfach für Fleisch, Fisch, Milchprodukte; Feuchtefach für Obst und Gemüse), Touch-Display an der Kühlschranktüre oder die Möglichkeit den Kühlschrank zu vernetzen. Prüfen Sie, welche Funktionen sie tatsächlich benötigen.

Wie soll der Kühlschrank ausgestattet sein?

Welche Innenausstattung benötigen Sie? Wie viele Schubladen, Ablageflächen, Türfächer möchten Sie haben? Welche Art der Beleuchtung und Bedienung bevorzugen Sie? Die Hersteller bieten unterschiedlichste Lösungen an.

Möchten Sie Kältekreisläufe und Temperatureinstellungen getrennt regeln können?

Ein Kühlgerät ist umso teurer in der Anschaffung, je mehr Regeltechnik es enthält. Es gibt Geräte mit einem oder zwei getrennt zu regelnden Kühlkreisläufen. Kühl-Gefriergeräte mit einem Kältekreislauf halten vorzugsweise die Temperatur im Gefrierteil konstant. Bei zwei Kältekreisläufen lassen sich Kühl- und Gefrierteil getrennt voneinander regeln. 

Um die Temperaturen in Kaltlagerfächern getrennt regeln zu können, verfügen einige Geräte über sepatate Temeraturfühler und eine entsprechende Regelelektronik. Bei dynamischer Kühlung können zusätzlich eingebaute Lüfter die Luftzirkuation verstärken.

Welches Design soll der Kühlschrank haben?

Neben den herkömmlichen kastenförmigen Kühlschränken im weißen Look, gibt es Designerkühlschränke. Sie kommen im Retro- oder modernen Look daher, haben andere Formen und Farben, als herkömmliche Modelle. Allerdings lassen sich die Hersteller das besondere Design mit einem höheren Preis honorieren.

Wie viel Geld möchten Sie investieren?

Je größer und ausgefallener der Kühlschrank, je mehr Zusatzfunktionen und je energieeffizienter das Gerät ist, umso tiefer müssen Sie beim Kauf in die Tasche greifen. Längerfristig lohnt sich, mehr Geld für ein Gerät mit höherer Energieeffizienzklasse auszugeben. Da Kühl- und Gefriergeräte Tag und Nacht Strom verbrauchen, kann sich ein höherer Anschaffungspreis durch geringere laufende Stromkosten bezahlt machen.

Kühlschrank und Energieverbrauch

Kühl- und Gefriergeräte gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Daher arbeiten die Hersteller regelmäßig an technischen Neuerungen, um stromsparendere Geräte auf den Markt zu bringen. So verbraucht ein zehn Jahre alter Kühlschrank mit der Energieeffizienzklasse A rund 60 Prozent mehr Strom als ein moderner Kühlschrank der Klasse A+++. Bei alten Geräten lohnt es sich also über einen Neukauf nachzudenken.

Vereiste Geräte arbeiten unwirtschaftlich und verbrauchen unnötig viel Strom. Tauen Sie vereiste Verdampfer ab und nutzen sie dies zur gründlichen Gerätereinigung. Was viele nicht wissen: eine Staubschicht auf dem rückwärtigen Lüftungsgitter erhöht ebenfalls den Stromverbrauch. Vergessen Sie nicht, die Lüftungsgitter an der Geräterückseite ein- bis zweimal jährlich abzustauben.

Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte

Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte
Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte

Seit 1995 müssen europaweit alle Elektrogeräte für den Hausgebrauch nach dem Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) etikettiert werden. Die Geräte tragen ein Energielabel, das über ihren Energieverbrauch informiert. Ein energieeffizientes Gerät erkennt man schnell anhand der angegebenen Energieeffizienzklasse. Die höchste Effizienz hat ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A+++, die geringste Effizienz wird mit D gekennzeichnet.

Gerade bei Kühl- und Gefriergeräten spielt der Stromverbrauch eine große Rolle, denn diese Geräte befinden sich meist im Dauerbetrieb. In Europa dürfen deshalb seit Juli 2012 nur noch Kühl- und Gefriergeräte der Energieeffizienzklasse (EEK) A+ oder besser verkauft werden.

 

 

Der Kühlschrank der Zukunft

Kühlschrank mit Internet und Smartphone-App
Der Kühlschrank der Zukunft kommuniziert mit uns

Hersteller tüfteln nicht nur an neuen Energiespartechniken, sie arbeiten auch am smarten Kühlschrank der Zukunft. Diese Kühlschränke haben Internetanschluss und können mit ihren Nutzern kommunizieren. Die Geräte informieren über Zustand und Umfang ihres Inhalts, bestellen fehlende Lebensmittel nach oder liefern passende Rezepttipps. Per App und mobiles Internet lassen sich alle Daten über den Kühlschrank jederzeit abrufen. Solche smarten Kühlschränke gibt es bereits auf dem Markt, sie sind jedoch noch recht teuer.

Autorin: Carmen Menn, Bonn. Redaktion: Ute Gomm, aid |

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