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Kürbisse: Kennzeichnung

Für alle Kürbisse gelten in der EU die Anforderungen der allgemeinen Vermarktungsnorm. Danach müssen sie bestimmte Mindestanforderungen erfüllen.

Kürbisse auf Marktstand
Klaus Eppele / Fotolia.de

Kürbisse müssen ganz, sauber, gesund, ohne Fäulnis oder andere Mängel sein. Die Ware muss zudem genügend entwickelt bzw. ausreichend reif sein. Ferner müssen die Früchte praktisch frei sein von Schädlingen und Schäden durch Schädlinge, die das Fleisch beeinträchtigen sowie frei sein von anomaler äußerer Feuchtigkeit und fremdem Geruch und/oder Geschmack.

Verschiedene Zucchinisorten

Eine Ausnahme unter den Kürbissen bilden die Zucchini. Sie können alternativ zur allgemeinen Vermarktungsnorm nach der UNECE-Norm (UNECE = United Nations Economic Commission for Europe) angeboten werden. Dann gelten diese weiteren Mindesteigenschaften:

  • frisches Aussehen,
  • mit Stiel, der leicht beschädigt sein darf,
  • fest,
  • frei von Hohlstellen,
  • frei von Rissen und
  • genügend entwickelt, ohne dass die Samen zu weit entwickelt sind.

Zucchini können in den Klassen Extra, I und II angeboten werden:

Anforderungen und Klassen für Zucchinis im Handel
Klasse Anforderung
Klasse Extra: Zucchini sind gut entwickelt und gut geformt und haben einen glatt abgeschnittenen Stiel, der höchstens 3 cm lang sein darf. Die Ware darf leichte oberflächliche Fehler aufweisen.
Klasse I: Zucchini dürfen leichte Fehler bei Form, Farbe und Schale aufweisen. Es sind auch sehr leichte krankheitsbedingte Mängel erlaubt, die aber das Fruchtfleisch nicht beeinträchtigen und sich nicht weiterentwickeln dürfen. Der Stiel muss vorhanden sein (höchstens 3 cm lang).
Klasse II: Solange sie nicht das Fruchtfleisch beeinträchtigen, sind Form-, Farb- und Schalenfehler, ein leichter "Sonnenbrand" (Flecken) und krankheitsbedingte, nicht fortschreitende Mängel erlaubt.

 

Händlerinformationen beim Kürbis

Hokaido in Kisten mit Schildern

Meist werden große Kürbisse lose angeboten, kleine Kürbisse auch in Verkaufspackungen. Unabhängig von der Aufmachung muss die Ware im Einzelhandel leserlich und deutlich sichtbar mit Name, Ursprungsland, Grundpreis und/oder Packungspreis gekennzeichnet sein. Diese Angaben können auf einem Schild neben der Ware oder auf der Verpackung stehen, sofern das Etikett für die Kunden leicht lesbar ist.

Große Kürbisse werden im Einzelhandel häufig in handlichere Stücke zerteilt angeboten und aus hygienischen Gründen in Klarsichtfolie eingeschlagen. Wenn diese Teilstücke ausschließlich in Gegenwart der Kunden (oder zur Schaffung eines kleinen Verkaufsvorrats) in der Verkaufsstätte hergestellt und eingeschlagen werden, ist eine Kennzeichnung nicht erforderlich, solange sich der Kunde nicht selbst bedienen kann.

Die Packstücke, in denen Kürbisse angeboten werden, müssen mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein:

  • Name und postalische Anschrift des Verpackers oder Absenders
  • Ursprungsland
  • Kürbisse oder Kürbisstücke in Fertigpackungen müssen entsprechend der Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung, der Fertigpackungs-Verordnung, der Los-Kennzeichnungs-Verordnung und der allgemeinen Vermarktungsnorm mit folgenden Angaben gekennzeichnet sein:
  • Verkehrsbezeichnung
  • Name oder Firma und Anschrift des Herstellers, Verpackers oder eines in einem Mitgliedstaat der EU oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum niedergelassenen Verkäufers (wird der Verkäufer angegeben, muss zusätzlich der Absender und/oder Verpacker in kodierter Form gekennzeichnet werden)
  • Ursprungsland
  • Losnummer
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (nur bei Kürbisstücken)
  • Füllmenge (Gewicht oder Stückzahl)
  • Preis der Packung und Grundpreis (sofern er nicht mit dem Packungspreis identisch ist)

Werden Zucchini nach UNECE-Norm angeboten, sind zusätzlich anzugeben:

  • Klasse
  • Größe (falls nach Größe sortiert ist)
  • ggf. "Zucchini-Mischung" (wenn verschiedene Handelstypen oder Farben gemischt verpackt sind)
  • ggf. "Mini-Zucchini" oder eine andere für ein Mini-Erzeugnis geeignete Bezeichnung

Autoren: Ruth Rösch, Düsseldorf, Dr. Claudia Müller, Bonn und Hans-Georg Levin, Wachtberg |

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