Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Kürbisse: Zubereitung und Lagerung

Mit seiner Sortenvielfalt bietet der Kürbis in der Küche so große Abwechslung wie kaum ein anderes Gemüse. Er lässt sich beispielsweise braten, grillen, überbacken, einlegen oder pürieren.

Stück Kürbiskuchen mit Schlagsahne
nata_vkusidey / Fotolia.de

Die Zubereitungsvarianten des Kürbis sind so vielseitig wie seine Sortenzahl groß ist. In früheren Notzeiten diente er häufig als Fleischersatz; heute sind Kürbissuppe mit Kokos, Kürbis-Tomaten-Gratin und süß-saure Kürbiswürfel beliebte Rezepte. Er kommt aber auch in Brot, Kuchen oder Salat zum Einsatz.

Schmackhaftes aus der Kürbis-Küche

Um den Geschmack einer Kürbissorte zu testen, kann man ihn in Öl schmoren und dann probieren. Grundsätzlich passen in pikante Kürbiszubereitungen sehr gut Ingwer, Chili, Curry, Knoblauch, Paprika, Zwiebel und Essig. Süßlich kombiniert schmeckt er mit Honig, Zimt, Süßweinen, Likören, Fruchtsäften, Ananas, Äpfeln, Orangen, Erd- und Himbeeren. Würzige und feste Kürbissorten eignen sich fein geraspelt für rohe Herbst- und Wintersalate. Grundsätzlich sollte man ein Stückchen Kürbisfleisch roh vor der Zubereitung probieren: Schmeckt es bitter, ist der Kürbis durch zuviel giftige Bitterstoffe auch gegart ungenießbar. Das ist bei handelsüblichen Speisekürbissen eher selten.

Größere Kürbisstücke kann man - auch mit der Schale - im Backofen bei 190 °C garen. Die Backdauer ist abhängig von der Größe des Kürbisstücks. Die Stücke dabei auf die Schalenseite legen und nach Geschmack würzen. Kleinere Kürbisse, wie den Hokkaido lassen sich im Ganzen garen, zum Beispiel gefüllt. Bei dieser Sorte ist auch die Schale essbar.

Kürbiskernöl und Kürbiskerne in der Küche

Kürbiskernöl ist mit seinem intensiven, nussigen Geschmack gut geeignet für Salate, aber auch zur Verfeinerung von Suppen, Soßen und sogar Süßspeisen. Es darf aber nicht stark erhitzt werden, weil sonst die ungesättigten Fettsäuren zerstört werden.

Ganze Kürbiskerne eignen sich zum Verfeinern von Salaten, Broten, süßen Backwaren und Müsli. Man kann sie auch roh oder geröstet knabbern. Wer einen Kürbis verarbeitet, kann die Kerne selbst rösten. Dafür die Kerne einfach aus dem Kürbis herauslösen und das anhaftende Fruchtfleisch möglichst vollständig entfernen. Zum Trocknen die Kerne bei etwa 180 °C Ober-/Unterhitze in den Backofen geben und von beiden Seiten je ungefähr zehn Minuten rösten. Die Schale ist allerdings sehr hart, sodass die Kerne zum Verzehr geschält werden sollten. Wer mag, gibt noch Gewürze wie Curry dazu.

Lagerung und Vorbereitung von Kürbissen

Ganze und unbeschädigte Kürbisse sind bei richtiger Lagerung sogar monatelang haltbar. Bei der Zubereitung sind kleine Kürbisse relativ leicht zu händeln, bei den "Riesen" muss man schon mal in die Trickkiste greifen.

Ganze und unbeschädigte Winterkürbisse (mit Stiel) lassen sich monatelang lagern, wenn sie richtig ausgereift sind. Dafür sollten besonders Riesenkürbisse zunächst etwa zwei Wochen warm liegen, bis die Schale gut ausgehärtet ist und sich beim vorsichtigen Test mit dem Fingernagel nicht mehr einritzen lässt. Danach lagern sie am besten kühl und trocken, in einem gut belüfteten Raum. Auch unbeschädigte Speisekürbisse, die eine Zeit lang zur Dekoration dienten, können meist noch in der Küche verarbeitet werden.

Kürbisse an Holzwand, ganze und Stücke

Sommerkürbisse inklusive Zucchini sind recht empfindlich und sollten im kühlen Keller oder Kühlschrank gelagert werden. Sie bleiben etwa eine Woche im gelochten Kunststoffbeutel oder Gemüsefach frisch. In Stücke geschnitten und kurz blanchiert können sie auch bis zu 4 Monate eingefroren werden (ca. 4 Monate lang).

Angeschnittene Kürbisse halten sich verpackt etwa zwei Tage im Kühlschrank. Die Schnittstelle gut abdecken und evtl. die Kerne entfernen. Fruchtfleisch, das nicht sofort verwendet wird, kann blanchiert eingefroren lagern.

Kürbisse zerkleinern

Kürbisse sollten zunächst gewaschen und halbiert werden. Bei großen Exemplaren eignet sich ein großes Messer. In besonders schweren Fällen, zum Beispiel bei großen Muskatkürbissen oder dem großen Hubbard, kann man den Kürbis aus circa einem Meter Höhe fallen lassen, sodass er Risse für den Teilungsansatz bekommt. Kleinere harte Kürbisse, wie ein Butternut, kann man für 30-40 Minuten bei 150 °C backen. Dann sind sie weicher und können besser geschnitten werden. Ist der Kürbis zerteilt, lassen sich Kerne und grobe Fasern mit einem Löffel aus der Mitte entfernen. In handlichere Stücke geteilt ist der Kürbis leichter zu schälen. Bei Zucchini müssen nur Spitzen und Stängelansätze entfernt werden. Besonders große Zucchini sollte man entkernen und schälen, da die Schale mit zunehmender Größe ledrig wird.

Autorinnen: Ruth Rösch, Düsseldorf und Julia Icking, Bonn |

als hilfreich bewerten 0 Versenden
Kinderhand schnitzt Kürbis
Fotollia.com / SENTELLO
Kita und Tagespflege

Bastelspaß mit Kürbis

Nicht nur zu Halloween

Kürbislaternen sind selbst bei bekennenden Bastelmuffeln beliebt. Eigentlich kein Wunder, schließlich erfordert die Herstellung dieser imposanten Gesellen Kraft und Körpereinsatz.

mehr...
Lagerung

Lebensmittel richtig lagern

Wie lagern Lebensmittel am besten?

Mann in Küche mit vollem Einkaufskorb
W. Heiber Fotostudio

Durch die richtige Lagerung lassen sich Lebensmittel länger haltbar machen und stehen damit zeit- und saisonunabhängig zur Verfügung. Was wie gelagert werden muss, hängt vom Lebensmittel ab.

mehr...
Zubereitung

Lebensmittel garen

Garverfahren vorgestellt

Kochtopf auf Gasherd
iStock.com / sofyx

Kochen, Dünsten, Dämpfen, Braten oder Niedertemperaturgaren - das Garverfahren beeinflusst Geschmack, Aussehen, Konsistenz, Nährstoffgehalt und Unbedenklichkeit von Speisen erheblich.

mehr...

Hörfunkbeitrag Oktober 2014

Kürbisse
aid

Kürbisse: Die größten Beeren mit vielen Gesichtern

Vielfältig in Farbe und Form werden Kürbisse nicht nur zu Halloween gerne zu Dekozwecken genutzt. Gerade als Nahrungsmittel erlebt Großmutters Gemüse eine Renaissance.
Download - [PDF 67,08kB] Download - [MP3 3246,00kB] Anhören - [0:00 min]