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Kulinarische Reise durch Brasilien

Wenn im August in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele starten, können Spezialitäten einen Hauch von Brasilien in deutsche Wohnzimmer bringen

Christusstatue von Rio de Janeiro
pixabay

(aid) – Wenn im August in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele starten, können Spezialitäten einen Hauch von Brasilien in deutsche Wohnzimmer bringen. Das Land am Zuckerhut hat eine vielseitige Küche, die von vielen Ländern beeinflusst wurde. So hat Portugal als Kolonialmacht die Küche der Ureinwohner geprägt. Im 16. Jahrhundert kamen Afrikaner als Arbeitssklaven ins Land, und auch deutsche und japanische Einwanderer hinterließen ihre Spuren.

In Brasilien zählen Bohnen, Reis und die stärkereiche Maniokknolle zu den Grundnahrungsmitteln. Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten, aber manche Speisen haben sich im ganzen Land durchgesetzt. Dazu gehört das brasilianische Nationalgericht  „Feijoada“, das den nächsten Fernsehabend auch zu einem kulinarischen Erlebnis machen kann. Der deftige Eintopf war früher ein Sklavenessen, für das geringwertige Fleischteile wie Schweineohren verwendet wurden. Heute ist das Fleisch edler, aber die Zubereitung noch wie in alten Zeiten: Schwarze Bohnen werden über Nacht in viel Wasser eingeweicht und mit Schweine- und Rindfleisch, pikanten Würstchen, Knoblauch, Paprika und Curry ein bis zwei Stunden geköchelt. Dazu passt Naturreis mit geröstetem Maniokmehl (farinha) und Orangenscheiben.

In den Grassteppen des Südens leben die Viehtreiber, auch Gaúchos genannt. Sie sind bekannt für ihre Vorliebe von Fleisch, das am Spieß in der Pampa über offenem Feuer gegart wird. Zum „Churrasco“ wird ein belebender Mate-Tee getrunken, der aus den getrockneten Blättern des Mate-Strauchs zubereitet wird.

Das Gastgeberland der Olympischen Spiele ist auch für sein Bier bekannt. Wenn die Wettkämpfe losgehen, können deutsche Fans ganz traditionell mit eiskaltem Leichtbier in kleinen Gläsern anstoßen. Eine Alternative ist der bekannte Cocktail Caipirinha. Dafür werden unbehandelte Limetten geviertelt, mit Zucker zerdrückt und mit Zuckerrohrschnaps (Cachaça) sowie gestoßenem Eis aufgefüllt.

Der Nachtisch macht das brasilianische Menü für den sportlichen Abend perfekt. Sehr schmackhaft sind ein Kokospudding oder brasilianische Pfannkuchen aus Maniokstärke (Tapioca), die süß und herzhaft gefüllt werden können. Dazu passt ein starker „Cafézinho“: Ein brasilianischer Kaffee ist klein, schwarz und süß und wird zu jeder Zeit und Gelegenheit getrunken.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

Mehr über die brasilianische Küche vom Amazonas bis zur Küste erfahren Sie im kommenden aid-Newsletter.

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