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Kulinarisches Ostern

Je nach Land kommen zwischen Karfreitag und Ostermontag ganz unterschiedliche kulinarische Spezialitäten auf den Tisch.

Hefekranz
pixabay

(aid) – An den Ostertagen darf endlich wieder geschlemmt werden; die Fastenzeit ist vorbei. Je nach Land kommen zwischen Karfreitag und Ostermontag ganz unterschiedliche kulinarische Spezialitäten auf den Tisch.

Die Franzosen essen an den Festtagen am liebsten Lamm. Meist ist es eine Lammkeule, die je nach Region mit Knoblauch oder einer Kräuterkruste zubereitet wird. Ein weiterer Klassiker ist die Osterquiche mit Lauchzwiebeln, Schinken und Käse. In einigen Regionen Dänemarks ist es Tradition, als Hauptgericht Eier in Senfsoße mit Schwarzbrot zu servieren. In Ungarn wird zum geräucherten Osterschinken Meerrettichsoße, Essiggemüse und Kartoffelsalat gereicht.

Die Finnen essen am Karfreitag einen außergewöhnlichen Pudding aus Roggenmehl, Roggenmalz und Melasse. „Mämmi“ wird mit Vanillesoße und kalt serviert. Denn in früheren Zeiten war der Karfreitag zu heilig, um warmes Essen vorzubereiten. Eine spanische Fastenspeise sind „Torrijas“, deren Zubereitung je nach Familienrezept und Region leicht variiert. Die Brotscheiben werden in Milch, Wein, Honig, Gewürzen und Ei getunkt und in der Pfanne mit Olivenöl angebraten.

In Italien ist es Brauch, am Ostermontag ein großes Picknick mit Freunden und Familie zu feiern. Dabei darf eine „Torta Pasqualina“ nicht fehlen, wobei „Pasqua“ im Italienischen Ostern bedeutet. Es handelt sich um eine Pastete mit Eiern, Ricotta und Blattspinat. Früher bestand sie aus 33 Schichten, die die 33 Lebensjahre von Jesus Christus symbolisierten. Den süßen Abschluss des Festessens bildet ein Kuchen aus süßem Hefeteig und Mandeln, die „Colomba Pasquale“. Er hat die Form einer Taube, die für Frieden und Freiheit steht.

In Griechenland wird zum Osterfrühstück traditionell „Tsoureki“ mit Butter und Marmelade gegessen. Den süß-herben Hefekranz schmückt in der Mitte ein rotes Ei, das das Blut Christi, aber auch das Leben versinnbildlicht. Die Polen backen den Kuchen „Mazurek“, der gerne an Familie und Freunde verschenkt wird. Er wird meist mit einem Sandteiggitter und reichlich Trockenfrüchten und Mandelsplittern verziert. Die Ostersuppe „Zurek“ ist eine Sauermehlsuppe, die gerne in einem ausgehöhlten Brotlaib gereicht wird. Weitere Zutaten sind Kartoffeln, Würstchen und ein hart gekochtes Ei.

Egal aber, woher man ursprünglich stammt oder welche Traditionen man gewohnt ist, lohnt es, sich auch mal bei den anderen Nationen kulinarisch zu bedienen.

Heike Kreutz, www.aid.de

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