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Kulinarisches zur Fußball-EM

Wer den Fußballabend in französischer Tradition feiert, darf auf guten Wein, würzigen Käse und Baguette nicht verzichten. Zugegeben: sehr klischeehaft und...

Fußball vor französischer Flagge
pixabay

(aid) – Wer den Fußballabend in französischer Tradition feiert, darf auf guten Wein, würzigen Käse und Baguette nicht verzichten. Zugegeben: sehr klischeehaft und recht weit weg von moderner französischer Küche, aber eben sehr traditionell.

Fast jede Region hat ihre eigene Käsespezialität. Über 1.000 Sorten soll es in Frankreich geben. Weltweit bekannt ist der Camembert, der aus einem gleichnamigen Ort in der Normandie stammt und einen sahnig-salzigen Geschmack hat. Klassischerweise wiegt er 250 g, ist mit einer weißen Edelschimmelrinde überzogen und wird in einer runden Spanholzschachtel verkauft.

Auch Brie ist ein Weichkäse. Er hat die Form eines Tortenstücks und kommt aus dem Osten der Île-de-France bei Paris. Der Hartkäse Comté ist nach der Region Franche-Comté im Osten Frankreichs benannt und hat je nach Jahreszeit unterschiedliche Aromen. Den Blauschimmelkäse Roquefort kannten bereits die Römer. Er wird aus roher Schafsmilch hergestellt und besticht durch seine pikante Würze. Beaufort stammt aus den französischen Alpen und wird gerne für Fondues oder Aufläufe verwendet. Fourme d’Ambert ist ein Edelschimmelkäse aus der Auvergne. Er besteht hauptsächlich aus pasteurisierter Kuhmilch und hat einen eher milden Geschmack.

Zum Käse passt ein guter Wein. Die bekanntesten Weinregionen Frankreichs sind Bordeaux, Burgund, Loire, Rhône und Champagne. Bordeaux ist mit 120.000 Hektar weltweit das größte Anbaugebiet von hochwertigen Rotweinen. Bordeaux-Wein wird aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gewonnen. Im Elsass gibt es überwiegend weiße Rebsorten wie Riesling und Gewürztraminer. Die Regionen Nord, Pas-de-Calais und Picardie haben keine eigenen Weine, hier wird Bier gebraut und der Apfelschaumwein Cidre hergestellt.

Jetzt fehlt noch das Baguette (franz. für „Stöckchen“ oder „Stäbchen“) für den perfekten Genuss. Nach Überlieferungen wurde das Stangenbrot nicht in Frankreich, sondern in Österreich erfunden. Ein Wiener Bäcker habe das Rezept Mitte des 19. Jahrhunderts nach Paris gebracht. Zunächst war das Weißbrot aufgrund der einfachen Zutaten Hefe, Mehl und Wasser ein Essen für ärmere Leute. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Baguette zum Symbol Frankreichs und wird heute zu jeder Mahlzeit gereicht. Das klassische Baguette ist zwischen 240 und 310 Gramm schwer und 55 bis 70 Zentimeter lang. Es gibt aber viele Varianten - ob kurz oder lang, dick oder dünn.

Heike Kreutz, www.aid.de

 

Weitere Informationen:

Von Coq au Vin bis Flammkuchen – Mehr über Spezialitäten aus Frankreich erfahren Sie im kommenden aid-Newsletter.

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