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Landwirtschaft verstehen

Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Die aid-Handreichungen zur Landwirtschaft helfen, diese Fragen im Unterricht zu beantworten.

Junge füttert Kalb mit Fläschchen
iStock.com / LivingImages

Viele Kinder und Jugendliche kennen Landwirtschaft aus Büchern oder dem Fernsehen. Tiere und Pflanzen, der Einfluss der Jahreszeiten und die Arbeitsabläufe in einem landwirtschaftlichen Betrieb sind dort aber nur virtuell erfahrbar. Die Folgen sind eine geringe Wertschätzung landwirtschaftlicher Tätigkeiten und eine verzerrte Vorstellung von der Herkunft unserer Lebensmittel.

Mit dem regelmäßigen Aufgreifen landwirtschaftlicher Themen kann die Schule effektiv das Bewusstsein der Schüler für die Landwirtschaft schärfen und deren Bedeutung für das eigene Leben verdeutlichen. Die Voraussetzung sind Unterrichtsmaterialien, in denen Landwirtschaft möglichst realitätsnah dargestellt wird.

Die aid-Lehrerhandreichungen für alle Schulformen

Die aid-Handreichungen Landwirtschaft sind das Ergebnis einer gelungenen Kooperation: Sie wurden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schulqualität und Bildungsforschung in München und der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft im Auftrag der beiden zuständigen Landesministerien von Lehrkräften aus Bayern entwickelt und erprobt. Nur so erklärt sich die hohe fachliche, methodische und redaktionelle Qualität der Materialien.

Ein Kompaktpaket für jede Jahrgangstufe

Das fächerübergreifende Material bietet eine Fülle an Ideen und Anregungen für den Unterricht in den Jahrgangstufen eins bis zwölf. Die Methoden und Materialien helfen Schülerinnen und Schülern in besonderem Maße beim Erwerb von Handlungs- und Alltagskompetenzen und bereiten ein reflektiertes und nachhaltiges Verbraucherverhalten vor. Audio- und Videosequenzen, Rezeptvorschläge und Experimente machen die Themen zudem sinnlich erfahrbar.

Jede Handreichung enthält:

  • Unterrichtseinheiten mit Arbeitsblättern, Lösungsvorschlägen, Folien, Tafelbildern und Illustrationen
  • umfangreiche und wissenschaftlich fundierte Hintergrundinformationen
  • eine CD-ROM mit sämtlichen Materialien in digitaler Ausführung sowie weiteren interessanten Materialien und weiterführenden Links, die ergänzend eingesetzt werden können.

Zudem können die Dokumente individuell verändert und so dem aktuellen Wissensstand und der Arbeitsweise der Klasse angepasst werden.

Silke Hoffmann, Bielefeld |

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Dr. Martin Heil, Bereichsleiter und Wissenschaftsredakteur beim aid, hat das Projekt „Landwirtschaft für die Schule“ entwickelt und begleitet.

aid.de: Dr. Heil, was möchten Sie Schülerinnen und Schülern mit dem Material vermitteln?

Heil: In erster Linie möchten wir den Schülerinnen und Schülern wieder einen Zugang zum Thema Landwirtschaft verschaffen. Denn für viele junge Leute gibt es heute eine große Hemmschwelle, da sie nie eigene Erfahrungen in einem landwirtschaftlichen Betrieb machen konnten. Häufig assoziieren sie mit Landwirtschaft negative Aspekte wie Dreck, Gestank oder eingesperrte Tiere. Oder sie romantisieren das Thema und sehen nur die niedlichen Kälber oder Ferkel. Durch die Auseinandersetzung mit den Materialien und den vorgeschlagenen Praxisübungen und Exkursionen sollen junge Leute wieder mehr Nähe zur Landwirtschaft bekommen. Auch sollen sie über Probleme, die Verbraucher mit der Landwirtschaft haben können, ins Gespräch kommen.

aid.de: Welche Fragestellungen werden konkret behandelt?

Heil: Wie funktioniert Landwirtschaft? Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie gehen wir mit unserer Umwelt, unseren Ressourcen, den Nutztieren und -pflanzen um? Diese Fragen sind mit Hilfe der aid-Lehrerhandreichungen Landwirtschaft verhältnismäßig leicht zu beantworten. Je nach Jahrgangstufe soll den Schülern aber auch vermittelt werden, dass Landwirtschaft mehr ist als Nutztiere, Getreide oder Milch. Hier stellen sich auch spannende Fragen nach dem Berufsbild und nach dem Einkommen, nach Gentechnik und Biodiversität oder nach den Entwicklungsmöglichkeiten des Ländlichen Raums.

aid.de: Neben der inhaltlichen Ausrichtung ist die Kompetenzvermittlung ein wichtiger Aspekt im Umgang mit den Materialien...

Heil: Die Handreichungen bieten vielfältige Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs
auf den unterschiedlichsten Ebenen. Viele Unterrichtseinheiten sind beispielsweise zur Durchführung als Gruppenpuzzle angelegt. Durch die Arbeit in Stamm- und Expertengruppen werden Sozial- und Methodenkompetenzen gefördert, wie etwa das strukturierte gemeinsame Sichern von Ergebnissen auf einem Plakat als Resultat einer Gruppenarbeit oder die Akzeptanz von und der produktive Umgang mit andersartigen Meinungen in einer Gruppendiskussion. Ein Beitrag zur Entwicklung der Personalkompetenz wird geleistet, indem die Schüler ihr eigenes Konsumverhalten beschreiben und es auf der Grundlage des neu erworbenen Wissens kritisch beleuchten und gegebenenfalls überdenken können.
Auf diese Weise wird bereits bei Kindern ab dem Grundschulalter ein reflektiertes und nachhaltiges Verbraucherverhalten angebahnt. Aber auch spezielle Kompetenzen wie die Raumverhaltenskompetenz für das Fach Geographie haben an der entsprechenden Stelle ihren Platz.

aid.de: Und wie wird der Praxisbezug hergestellt?

Praktische und sinnliche Tätigkeiten wie zum Beispiel die Herstellung eines Milch-Shakes, das Experiment „Wir stellen Haferflocken her!“ oder der Besuch eines Bauernhofes stehen vor allen Dingen bei den Materialien für die Grundschule und die Sekundarstufe I auf dem Programm. Sie sollen einen persönlichen Zugang zur jeweiligen Thematik schaffen und für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Bei den Materialien für die Sekundarstufe II stehen Methoden im Mittelpunkt, die Ihnen bei der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung helfen. Das kann eine gute Vorbereitung für das spätere Berufsleben sein.

aid.de: Die Handreichungen wurden primär für den Einsatz in bayerischen Schulen entwickelt. Können die Unterrichtseinheiten auch in anderen Bundesländern verwendet werden?

Heil: Da bei der Formulierung der Unterrichtsziele und Lesetexte, der Auswahl der Materialien und der Beschreibung der Aufgabenstellungen und Arbeitsschritte auf deren Allgemeingültigkeit geachtet wurde, sollte deren Einsatz in anderen Bundesländern ohne größere Probleme möglich sein. Landestypische Aspekte kommen insbesondere in den Sachtexten zum Ausdruck. Die grundlegenden Zusammenhänge und Sachverhalte gelten jedoch unabhängig von der räumlichen Zuordnung.

Herr Heil, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Dr. Martin Heil
aid

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