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Lernort Bauernhof

Ob Tagesausflug, Klassenfahrt oder Unterrichtseinheit: der Bauernhof als außerschulischer Lernort hat viele Facetten. Auch das Spektrum an Themen und Erfahrungen ist vielfältig.

Junge im Roggen
valentsova / Fotolia.com

In Deutschland gibt es einige Tausend Bauernhöfe in Deutschland, die von Schulklassen besucht werden können. Jeder Hof hat dabei seine eigene Ausrichtung. Eine sorgfältige Planung ist für den Erfolg des Projekts „Lernen auf dem Bauernhof“ somit unerlässlich.

Gut geplant ist halb gewonnen

Die Beantwortung dieser Fragen hilft, den groben Rahmen für den Bauernhofbesuch abzustecken:

  • Was interessiert meine Klasse an der Landwirtschaft (Motivation)? Welches Vorwissen haben die Schülerinnen und Schüler bereits?
  • Welches Budget steht zur Verfügung? Können Sponsoren oder Spender gewonnen werden?
  • Zu welchem Zeitraum im Jahr ist der geplante Besuch möglich? Für das Angebot „Rund um die Kartoffel“ ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, wann die Feldfrüchte gesät, gepflegt und geerntet werden?
  • Welcher Hof kommt für meine Klasse in Frage? Gibt es Engpässe bei der Terminvergabe? (Beliebte Termine sind kurz vor oder nach den Ferien).
  • Und nicht zuletzt: Welches zeitliche Engagement möchte ich persönlich in ein Bauernhof-Projekt investieren? Was trägt die Schulleitung/das Kollegium mit?

 

Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt: Halb- oder ganztägige Erkundungen auf einen nahe gelegenen Bauernhof ermöglichen einen guten Einstieg in das Thema. Mehrtägige Hofbesuche im Rahmen einer Klassenfahrt können sich daran anschließen, wenn Schüler und Lehrer die vielfältigen Möglichkeiten des Lernens auf dem Bauernhof ausführlicher erleben möchten. Ein jahresbegleitendes Projekt, bei dem ein Hof mehrmals pro Jahr besucht wird, setzt oftmals voraus, dass der Hof zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann.

Wichtig: Absprachen mit dem Betrieb

Um die Erwartungen aller Beteiligten zu erfüllen, sollte der geplante Ablauf vorab und am besten vor Ort mit dem Landwirt bzw. der Landwirtin besprochen werden. Auch Informationen über die Schulform, das Alter, religiöse Aspekte, Allergien und weitere Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler helfen, gemeinsam ein geeignetes Programm für die Klasse zu entwickeln.

Und: Flexibel bleiben

Bei aller Planung sollten Lehrkräfte dennoch flexibel bleiben. Die Geburt eines Kälbchens, Tiere, die aus der Weide ausbrechen oder ein Witterungsumschwung können den abgesprochenen Tagesablauf schnell durcheinander rütteln. Und da hilft nur eines: Offen bleiben und sich auf das Ungeplante einlassen. Oft entstehen so einmalige Erlebnisse!

Diese und weitere Praxistipps inklusive Checklisten und Adressen gibt es in dem aid-Heft „Lernort Bauernhof – ein Leitfaden für Lehrkräfte“ (Best.-Nr. 3317).

Silke Hoffmann, Bielefeld |

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