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Liebstöckel

Liebstöckel ist eine Staude und kann bis zu 2 m hoch werden. In der Regel ist eine kräftige Pflanze ausreichend für eine vierköpfige Familie.

Liebstöckel
M. Schuppich / Fotolia.com

Geschichte

Liebstöckel ist eine uralte Gewürzpflanze, die wahrscheinlich aus Zentralasien stammt. Im Boden bildet sie eine vielköpfige Rübe aus, die in alten Zeiten schon für medizinische Zwecke sowie für Magen- und Kräuterschnäpse verwendet wurde.

Da die Pflanze in Duft und Geschmack große Ähnlichkeit mit der von Julius Maggi 1885 aus eiweißreichen Ölpresskuchen entwickelten Würzsoße hat, wird sie auch als Maggikraut bezeichnet. Interessanterweise ist in der Würzsoße des Schweizer Unternehmers jedoch kein Liebstöckel enthalten.

Besonderheiten

Im Winter friert die Pflanze oberirdisch zurück, treibt im Frühling dann aber wieder aus dem Wurzelstock neu aus. Der kräftige, maggiartige Duft, der allen Teilen der Pflanze entströmt, ist auf die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle zurückzuführen.

Standortbedingungen

Hinsichtlich des Standortes ist der Liebstöckel nicht besonders anspruchsvoll. Bevorzugt werden aber tiefgründige, nährstoffreiche und feuchte Böden. Die Pflanze verträgt auch sehr gut Halbschatten.

Fruchtfolge und Mischkultur

Die mehrjährige Staude kann, einmal an einen geeigneten Standort gepflanzt oder gesät, bis zu 15 Jahre an dieser Stelle verweilen. Der Abstand zu anderen Gartenpflanzen (auch Zierpflanzen) sollte mindestens 1 m betragen, da Liebstöckel hemmend auf das Wachstum fremder Pflanzen wirken kann.

Aussaat / Pflanzung

Pflanzung

März/April oder September/Oktober

Saat-/Pflanzabstand  

Mindestens 50 cm zu umstehenden Liebstöckelpflanzen, mindestens 1 m zu anderen Pflanzenarten (Liebstöckel kann hemmend auf das Wachstum fremder Pflanzen wirken)

Vermehrung  

Über Teilung der Staude im Frühjahr oder Herbst

Düngung

Etwa 3 l/m2 reifen Kompost in den Boden einarbeiten - einen Teil davon im Frühjahr, den Rest rund um den August.

Pflege

Bei Liebstöckel hat sich das Mulchen um die Pflanzen bewährt. Ansonsten sind keine besonderen Pflegemaßnahmen notwendig.

Schädlinge und Krankheiten

Saugschaden durch Weichwanzen, Falscher Mehltau, Ramularia-Blattfleckenkrankheit, Saugschaden durch Thripse

Ernte und Lagerung

Ab Mai werden die frischen, jungen Fiederblätter geerntet. Diese können nach Bedarf von der Pflanze abgeschnitten werden. Bis zum Herbst treibt die Pflanze immer neues Grün nach. Zum Trocknen eignet sich Liebstöckel nicht besonders, da er dabei einen Großteil seines Aromas verliert. Einfrieren ist die bessere Wahl. Liebstöckel kann in der Küche für Suppen, Soßen und Fleischspeisen verwendet werden. Wegen der starken Würzkraft werden nur wenige Blättchen benötigt.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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