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Lupinenkaffee - regionaler geht's nicht

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Nachdem ich mich vor ein paar Tagen als Kaffee-Fan gezeigt habe, muss ich heute gestehen, dass ich zwischendurch auch manchmal ein koffeinfreies Produkt brauche, das Kaffee ähnelt. Dafür gibt

Nachdem ich mich vor ein paar Tagen als Kaffee-Fan gezeigt habe, muss ich heute gestehen, dass ich zwischendurch manchmal ein koffeinfreies Produkt brauche, das Kaffee ähnelt. Dafür gibt es viele Gründe: Entweder habe ich einfach Lust auf Kaffee, obwohl ich gerade eine Tasse getrunken habe oder ich möchte abends noch eine Tasse trinken. Dafür habe ich vor kurzem ein (für mich) neues Produkt im Bioladen entdeckt: Kaffee aus Lupinen.

Lupinen kenne ich als Fleischersatz und gesunde Hülsenfrucht, die Sojabohnen ähnelt. Interessant an der Pflanze ist, dass sie hierzulande gut wächst und mit ihren Wurzeln Stickstoff im Boden bindet. Das ist ein Vorteil für die Pflanzen, die als nächstes auf dem Feld wachsen sollen. Aber als Kaffee habe ich Lupinen noch nie getrunken.

Lupinenkaffee - der Test

Zu Hause habe ich das Produkt natürlich gleich ausprobiert. Also Packung auf: Das Pulver riecht kräftig geröstet und ähnelt am ehesten grobem Kakaopulver. Als erstes habe ich einen Lupinenkaffee in meiner Frenchpress zubereitet. Vier Minuten Wartezeit und dann ab in die Tasse. Das Gebräu sieht tatsächlich aus wie Kaffee, riecht lecker, aber den typischen Kaffeegeruch verströmt es nicht. Mein erster Versuch ist für meinen Geschmack übrigens viel zu kräftig ausgefallen, der zweite Versuch wurde viel besser: Es genügt tatsächlich ein gehäufter Teelöffel Lupinenpulver für eine große Tasse Kaffee. Das Getränk schmeckte kräftig nach Röstaromen, für meinen Geschmack ein bisschen zu stark.

Beim nächsten Mal habe ich den Lupinenkaffee mit einer italienischen Kaffeemaschine zubereitet, die man auf den Herd stellt. Nach meinen Erfahrungen vom letzten Mal, war ich eher zurückhaltend bei der Dosierung und habe das Pulver nur lose in das dafür vorgesehene Fach gefüllt. Letztendlich war es aber doch deutlich mehr als ein Teelöffel. Das Ergebnis war ein richtig kräftiger Kaffee mit viel Geschmack. Beim Öffnen der Maschine stellte ich fest, dass das Pulver stark gequollen war. Es war also gut, dass ich mit der Menge vorsichtig war.

Lupinenkaffee mit und ohne Milch
Julia Icking

Mein Fazit

Lupinenkaffee ist ein tolles Produkt - regional, gut für den Boden und man kann ihn wie Kaffee zubereiten - das hat was. Der Preis von knapp 6 Euro für 500 Gramm ähnelt dem von Biokaffee, außerdem braucht man im Verhältnis etwas weniger Pulver. Der Geschmack ist ok bis interessant - bei mir bekommt der Lupinenkaffee daher einen Platz im Regal der koffeinfreien Kaffeealternativen.

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