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Mehr Raps als Soja verfüttert

Raps ist ein Multitalent. Die Pflanze liefert wertvolles Öl, hochwertiges Tierfutter und bereichert die Landschaft zur Blütezeit mit ihrer gelben Farbenpracht.

(aid) – Raps ist ein Multitalent. Die Pflanze liefert wertvolles Öl, hochwertiges Tierfutter und bereichert die Landschaft zur Blütezeit mit ihrer gelben Farbenpracht. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Verbrauch von Rapsschrot in Deutschland verdoppelt, informiert der Verband der Ölsaaten-verarbeitenden Industrie (OVID). Im Jahr 2015 übertraf er mit etwa vier Millionen Tonnen erstmals Sojaschrot mit 3,9 Millionen Tonnen. Die Ölschrote werden als Futtermittel für Rind, Schwein und Geflügel eingesetzt. Rapsschrot hat sich qualitativ verbessert und ist gut verfügbar.

Bei der Ölgewinnung von Raps fällt als Nebenprodukt Rapsschrot an: je Tonne Raps 0,6 Tonnen Schrot. In Versuchen wurden im Vergleich von Soja- zu Rapsschrot keine Nachteile in der Mastleistung und der Schlachtkörperbewertung festgestellt. In der Schweinemast zum Beispiel können beim Ferkel bis zu zehn Prozent und in der Mast bis zu 15 Prozent Rapsschrot eingesetzt werden. In den Futterwerten gibt es zwischen Raps- und Sojaschrot aber einige Unterschiede. Rapsschrot enthält weniger Roheiweiß und damit weniger Aminosäuren. Das kann durch eine Anpassung der Tagesration aber ausgeglichen werden.

Aufgrund des hohen Rohfasergehalts ist Rapsschrot weniger energiereich. Energieärmeres Füttern hat zum Ende der Mast jedoch Vorteile, da der Fettanteil sinkt und das Muskelfleisch zunimmt. Ein weiterer Pluspunkt sind die geringeren Futterkosten.

Raps wächst überwiegend in Mitteleuropa, während Sojabohnen in erster Linie aus Nord- und Südamerika importiert werden. Seit einigen Jahren werden die Hülsenfrüchte auch in Europa angebaut. In Deutschland wurden im Jahr 2015 etwa 34.000 Tonnen Sojabohnen von 17.000 Hektar geerntet.

Heike Kreutz, www.aid.de

 

Weitere Informationen:

www.ovid-verband.de

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