Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Methanemission aus Gülle vermindern

Soll eine bestimmte Emission vermindert werden, muss natürlich erst einmal die bestehende Menge bekannt sein. 

(aid) – Soll eine bestimmte Emission vermindert werden, muss natürlich erst einmal die bestehende Menge bekannt sein. Das ist beispielsweise bei der Freisetzung von Methan und Kohlendioxid aus Gülle wünschenswert und teils gesetzlich gefordert. Allerdings gestaltet sich das schwierig bei Gülle, die unter Spaltenböden aufgefangen wird und zum Teil mehrere Wochen dort verbleibt, bis sie in Güllebehälter verbracht und oder auf dem Feld ausgebracht werden kann.

Wie aber soll ein Landwirt oder eine Behörde beurteilen, ob bestimmte Veränderungen in der Tierhaltung bzw. im Management dazu geführt haben, die dort entstehenden Emissionen zu vermindern? Wissenschaftler der Aarhus Universität in Dänemark haben sich dieses Problems nun angenommen. Hintergrund: Die EU-Kommission hat die dänische Regierung aufgefordert, Treibhausgas-Emissionen aus der Tierhaltung drastisch zu reduzieren.

Methan ist eines der schädlichsten Treibhausgase und die Tierhaltung ist eine große Quelle hierfür. Das Gas verbleibt aber nicht lange in der Atmosphäre, so dass eine Reduktion einen schnellen Effekt verspricht. Ein Rechenmodell soll nun helfen, auf Basis einer entnommenen Probe im Labor hochzurechnen, welche Emissionen entstehen. Würde man die Konzentration von Methan in der Stallluft oder der Abluft messen, würden die Mengen, die direkt vom Tier abgegeben werden, mit berechnet. Hier geht es jedoch um das Management der Gülle, und so könnte das neue Rechenmodell eine wichtige Grundlage darstellen, um entsprechende Veränderungen bei Haltung und Lagerung vorzunehmen und deren Wirkung zu messen.

Friederike Heidenhof, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2016-08/au-nmf081716.php

als hilfreich bewerten 0 Versenden