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Milch in der Schule – und im Unterricht

Das EU-Schulmilchprogramm fördert den Verkauf von Milch und Milchprodukten in Kindergärten, Vorschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen.

Mädchen schenkt sich ein Glas Milch ein
stelado / Fotolia.com

Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine - Milch gilt nach wie vor als unerlässlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Nach dem Motto "Schulmilch vom Kindergarten bis zum Abitur" setzt sich die Bundesregierung zusammen mit der EU und den Bundesländern deshalb seit vielen Jahren für die Versorgung von Bildungseinrichtungen mit Milch und Milchprodukten ein.

Begünstigt sind pro Schüler und Schultag 0,25 Liter Vollmilch. Die Preise je Portion liegen zwischen 20 Cent für lose abgegebene Frischmilch und ca. 50 Cent für Milchmischgetränke in Karton- oder Mehrwegverpackungen. Bio kostet ca. 10 Cent mehr

Wo kann Schulmilch beantragt werden?

Es gibt viele Wege, die zur Schulmilch führen. Die konkrete Umsetzung des EU-Schulmilchprogramms ist Ländersache. Informationen über die zur Verfügung stehenden Fördermittel, das Anmeldeverfahren sowie die im Rahmen des Programms angebotenen Milchprodukte erteilen die zuständigen Behörden in den Bundesländern.

Den Schulmilchabsatz erhöhen

Da Kinder immer seltener Kinder zu Hause frühstücken oder eine Pausenverpflegung mit in die Schule bringen, fordert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mehr Anstrengungen im Sinne der Schulmilch. Zumal mit der angestrebten Ausweitung von Ganztagseinrichtungen in den Schulen die Schulverpflegung und damit auch die Milchversorgung in der Schule einen neuen Stellenwert bekommt.

Silke Hoffmann, Bielefeld |

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Aktuelles

Aus Zwei macht Eins

Das neue EU-Schulprogramm für Milch, Obst und Gemüse

Nun ist es beschlossene Sache: Ab dem Schuljahr 2017/2018 können Schulmilch, Obst und Gemüse im Rahmen des neuen EU-Schulprogramms zusammen bezogen werden. Das Bundeskabinett hat das neue EU-Programm zur Abgabe von Obst, Gemüse und Milch an Schulen und Kindertagesstätten nun endlich freigegeben.

Die Zusammenlegung des Schulobst- und -gemüseprogramms mit dem Schulmilchprogramm hat das Ziel, dass wieder mehr Kinder diese Lebensmittel verzehren. Über die tägliche Versorgung damit soll die Akzeptanz der Kinder für Obst, Gemüse und Milch erhöht werden und ihre Vorliebe dafür fördern. Grundlage für das neue Programm sind die Rahmenbedingungen, die sich beim Schulobstprogramm als Erfolgsfaktoren herausgestellt hätten: Die kostenfreie Abgabe und die Verpflichtung der teilnehmenden Einrichtung, pädagogische Begleitmaßnahmen durchführen. Hierzu zählen beispielsweise ein regelmäßiges gesundes Schulfrühstück in der Klassengemeinschaft, der Besuch eines Bauernhofes, ernährungsbildende Maßnahmen im Unterricht oder das Angebot einer Koch AG. Darüber können sich die Kinder auch mit Fragen im weiteren Zusammenhang auseinandersetzen wie gesunde Ernährungsgewohnheiten, die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, lokale Nahrungsmittelproduktionsketten oder ökologischer Landbau. 
Für die Länder wird eine Teilnahme am neuen Schulprogramm noch attraktiver: So entfällt für Obst und Gemüse künftig der Grundsatz der Kofinanzierung.

Weitere Infos unter www.bmel.de

Nachgefragt

Drei Gründe für Schulmilch

Milch macht dick. Milch löst Allergien aus. Menschen vertragen keine Kuhmilch. Trotz zahlreicher Studien, die die Vorteile des Milchverzehrs bestätigen, gerät die Milch zunehmend in die Kritik.Wenn Milch vertragen wird, gilt sie nach wie vor als unerlässlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Dies sind die wichtigsten Argumente:

1. Milch macht starke Knochen: Calcium ist unerlässlich für den Aufbau und Erhalt gesunder Knochen und Zähne. Ein Glas Milch und dazu ein Käsebrot leisten einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Calciumversorgung von Kindern.

2. Milch macht fit: Um konzentriert in der Schule arbeiten zu können, brauchen Kinder Energie. Eine Portion Schulmilch enthält viele wichtige Nährstoffe, die helfen, Energiereserven wieder aufzufüllen.

3. Milch ist von Natur aus „cool“: Milch ist ein natürliches Lebensmittel, das Kindern auch ohne Zusatz von Süß- und Aromastoffen schmeckt. Mit kostenloser Schulmilch leisten Schulen einen wertvollen Gegentrend zum Konsum von Soft- und Energy-Drinks, die bereits bei Grundschulkindern auf dem Vormarsch sind. 

Mehr zum Thema Milchmythen:

Fit oder krank durch Milch? (aus: Ernährung im Fokus, Online-Spezial Oktober 2015)

Von Energydrinks zur Schulmilch

Ines Gräfe, stellvertretende Schulleiterin der Heinrich von Gagern Schule

An der Heinrich-von-Gagern Haupt- und Realschule im hessischen Weilburg sind Energydrinks verboten. Statt dessen bedienen sich die Schülerinen und Schüler mehr und mehr am Schulmilchautomaten, den die Schulleitung kurzerhand aufstellen ließ. In diesem Videointerview vom Netzwerk Schulmilch berichtet die stellvertretende Schulleiterin Ines Gräfe von Ihren Erfahrungen.

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