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Milch ist Milch, oder?

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Ich denke seit 20 Jahren über Ernährung nach, aber es gibt Lebensmittel, bei denen ich immernoch nicht weiß, zu welcher Sorte ich greifen soll. Zu diesen Lebensmitteln gehört Milch. Im Studium

Ich denke seit 20 Jahren über Ernährung nach, aber es gibt Lebensmittel, bei denen ich immer noch nicht weiß, zu welcher Sorte ich greifen soll. Zu diesen Lebensmitteln gehört Milch. Im Studium kaufte ich die billigste, gerne auch lange haltbar, denn ich kaufte für mich alleine ein. Ich lernte, dass H-Milch nahezu genauso viele Vitamine enthält wie frische Milch, denn das Konservierungsverfahren ist sehr schonend. Auch ein paar Jahre später stand immer eine Palette H-Milch in unserem Küchenschrank. Für jeden Kaffee und jedes Müsli genug - auch wenn wir samstags mal keine Zeit zum Einkaufen hatten.

Milchsplash
adimas / Fotolia.com

Welche Milch für Kinder?

Mit den Kindern bekam das Thema noch einen weiteren Aspekt. Ich hörte von der Kinderärztin, dass Kuhmilch bereits im zweiten Lebenshalbjahr in einer gewissen Menge gesund sei. Auch in den Kinderjahren zwei und drei gehört Milch als Nahrungsmittel dazu. Mittlerweile verfolgte ich die Diskussionen darüber, ob Kindergarten- und Schulkindern wirklich Vollmilch bekommen sollten oder doch lieber die fettarme Version. Da meine Kinder glücklicherweise nie ein Gewichtsproblem hatten, entschied ich mich für frische Vollmilch und dabei ist es in unserem Haushalt bis jetzt geblieben. Meist kaufe ich Biomilch, denn ich gönne den Tieren die besseren Haltungsbedingungen. Neuerdings greife ich auch manchmal zu regionalen Produkten, denn Milch, die über viele hundert Kilometer transportiert wurde, erscheint mir unsinnig, da es Milchbauern in unserer Nähe gibt.

Biomilch ist besser für Erzeuger und Kühe

Angesichts der aktuellen Diskussion über die Milchpreise kaufe ich allerdings nur noch Biomilch. Denn die Biobauern bekommen ja weitgehend vernünftige Preise für ihre Milch. Auch die H-Milch, die sich immernoch als Vorrat im Küchenschrank befindet, kaufe ich als Bioprodukt. Außerdem greife ich manchmal sogar zu einer besonderen Biomilch, die ich früher ob des wirklich hohen Preises argwöhnisch betrachtet habe: rund 1,30 Euro pro Liter - im Supermarkt. Neulich erfuhr ich zufällig in einer Fernsehsendung, dass eine Genossenschaft hinter diesem Projekt steckt, die sich für faire Erzeugerpreise einsetzt. Da es Biomilch ist, denke ich, dass es auch den Tieren gut geht und die Entfernung bis nach Bonn ist einigermaßen überschaubar. Ich werde sicher nicht jeden Liter, den wir verbrauchen von dort kaufen, aber ich habe ein gutes Gefühl dabei, es zumindest ab und an zu tun.

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