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Milder Winter

In diesem Winter lassen Schnee und Frost auf sich warten. Das verschlechtert nicht nur die Laune vieler Kinder, sondern hat auch teils große Auswirkungen auf Wildtiere – positive wie negative.

(aid) - In diesem Winter lassen Schnee und Frost auf sich warten. Das verschlechtert nicht nur die Laune vieler Kinder, sondern hat auch teils große Auswirkungen auf Wildtiere – positive wie negative. Rehe und Rothirsche finden leichter Nahrung, da der Boden weich ist und manche Pflanzen sogar frisch austreiben. Für Mäusebussard und Schleiereule stehen reichlich Mäuse zur Verfügung und Blaumeise und Buchfink haben leichten Zugang zu Pflanzensamen und -körnern. Auch der Eisvogel profitiert von einem lauen Winter, da er auf eisfreie Gewässer angewiesen ist. Und die Eichhörnchen haben mehr Zeit, um ihre Wintervorräte zusammenzusuchen.

Wenn die Kälte ausbleibt, fehlt allerdings auch die natürliche Selektion von älteren und kranken Tieren. Das kann dazu führen, dass die Populationen von Rehen und Wildschweinen im nächsten Frühjahr ansteigen. Ein später Wintereinbruch kann Wildtiere, die sich schon auf den Frühling eingestellt haben, aus dem Rhythmus bringen. Zu den Verlierern der ungewöhnlich warmen Witterung zählen aber vor allem Insekten, erklärt die Deutsche Wildtier Stiftung. Hummeln und andere Wildbienen verlassen zu früh ihre Überwinterungsquartiere, doch Blüten und Nektar sind weiterhin knapp.

Für Tiere, die normalerweise Winterschlaf halten, sind die hohen Temperaturen hingegen nicht problematisch. Igel und Fledermaus gehen an wärmeren Tagen auf Nahrungssuche, schlafen bei einem Temperatursturz aber rasch wieder ein.

Heike Kreutz, www.aid.de

 

Weitere Informationen:

www.deutschewildtierstiftung.de

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