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Mehr als Pausenbrot und Obstsalat

Dieses Unterrichtskonzept hat es in sich. Spielerisch, methodisch vielfältig und mit viel Praxis begeistert es Schülerinnen und Schüler vom ersten Schuljahr an für eine ausgewogene Ernährung.

Junge stützt sich auf Tisch mit Radieschen, Gurke und Karotten
aid

Ausgangspunkt sind die eigenen Gewohnheiten und Vorlieben. So nehmen die Kinder ihr Essen und Trinken unter die Lupe, erforschen das saisonale Angebot, sammeln Tipps, wie sie Speisereste und Lebensmittelmüll vermeiden können, und bringen mehr Bewegung in ihren Tag, z. B. auch durch Tischdecken, Wäsche aufhängen oder Gartenarbeit.

Immer mit dabei ist Kasimir, der kleine Hase und Motivationsfigur. Er animiert die Kinder zum Selbermachen, zum Probieren und liefert Ideen für einen bewegten (Schul-)Alltag.

Interview mit der Autorin zur pädagogischen Konzeptidee

Dr. Ingrid Brüggemann ist Redakteurin und Bildungsexpertin beim aid. Wir haben sie zu ihrem Projekt „Clever essen und trinken mit der aid-Ernährungspyramide“ befragt:

 

Sie haben bereits zahlreiche Unterrichtskonzepte für den aid entwickelt. Was zeichnet dieses Material aus?

IB: Der Ringordner „Clever essen“ bietet abwechslungsreiches und top ausgearbeitetes Unterrichtsmaterial, das Lehrkräfte vom ersten Schuljahr an nutzen können. So können sie schrittweise die aid-Ernährungspyramide einführen und zwar spielerisch, methodisch vielfältig und mit viel Praxis. Echte Geschmackserlebnisse, Fantasiegeschichten, Memo- und Bewegungsspiele bilden die Basis, Kinder individuell und altersgerecht für ein ausgewogenes Essen und Trinken zu begeistern. Peu à peu bauen sie ihre Kompetenzen aus, um dann gut gerüstet in Klasse 3 den Ernährungsführerschein zu machen.

Ringordner Pyramide
"Schulanfänger brauchen keine Texte, sondern Bilder zum Anschauen, Sortieren, Spielen, sich informieren und darüber sprechen."
Mir ist als erstes das dicke Materialregister aufgefallen. Was hat es damit auf sich?

IB: Ja, die über 100 farbigen Lebensmittelfotos sowie die Portions- und Bewegungskarten aus stabilen Karton dürften Lehrkräften besonders gefallen. Diese Karten ersetzen natürlich keine echte Geschmackserlebnisse, die zu jedem Modul zwingend dazugehören. Aber die Fotos bieten eine große Entlastung für die Lehrkraft, wenn sie z. B. die Vielfalt an Gemüse und Obst im Jahreskreis bearbeiten möchte.

 

Vom Titel des Ringordners könnte man meinen, es geht vor allem um die aid-Ernährungspyramide?

IB: So ist es nicht – die Ernährungspyramide ist vielmehr Ausgangspunkt für viele Mitmach-Aktionen rund um die Themen Essen, Trinken und Bewegen. Im Vordergrund steht genussvolles, vielseitiges Essen und die Wertschätzung all unserer Lebensmittel, im Hintergrund die aid-Ernährungspyramide als Orientierung für die Lebensmittelauswahl und die Portionen. Die Pyramide soll die Kinder während der gesamten Grundschulzeit begleiten. Und wenn die Kinder immer wieder beim Klassenfrühstück, beim Mittagessen in der OGS und zu Hause erleben, wie Essen und Trinken im Sinne der Pyramide funktioniert, dann hat die Schule bei ihrem Bildungsauftrag in Sachen Ernährung einen großen Schritt gemacht.

Ein Konzept für die ganze Schule, klingt gut, aber wie wollen Sie die Kollegen gewinnen?

IB: Im Ringordner gibt es viele Anregungen, das Gelernte ins Schulleben zu integrieren. Hinzu kommen konkrete Mitmachmöglichen für Kollegen, die Sport, Musik und Deutsch unterrichten. Allein die Fotokarten, Namenskarten und Beschreibungshilfen sind ideal zur Sprachförderung. Auch die Verknüpfung von Essen und Trinken mit Müllvermeidung, Wertschätzung unserer Lebensmittel und mit Bewegungsförderung sind Anliegen, die die ganze Schule betreffen.

Ein Paket für die ganze Grundschulzeit? Ist das realistisch?

IB: Alle 13 Module enthalten Verknüpfungen zu den Lehrinhalten in der Grundschule. Trotz seines Umfangs ist der Ordner ein übersichtliches, gut strukturiertes Paket zur Ernährungsbildung in der Grundschule, von dem alle Kinder in heterogenen Lerngruppen profitieren. Und wem die mitgelieferten Differenzierungen nicht reichen, kann mithilfe der CD selbst passgenaue Arbeitsblätter erstellen. Mein Tipp: Machen Sie ein Schulprojekt mit „Clever essen“. Ich bin überzeugt: Jeder Kollege und jede Kollegin wird etwas Passendes für die eigene Lerngruppe finden.

Vielen Dank!

Melanie Braukmann, Bonn und Silke Hoffmann, Bielefeld |

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