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Müsliriegel ein gesunder Snack?

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Ich kaufe nur selten Müsliriegel, weil ich abgespeichert habe, dass die meisten ziemlich viel Zucker und eher wenig Vollkorn enthalten. Neulich habe ich mal wieder eine Packung gegriffen,

Ich kaufe nur selten Müsliriegel, weil ich abgespeichert habe, dass die meisten ziemlich viel Zucker und eher wenig Vollkorn enthalten. Neulich habe ich mal wieder eine Packung gegriffen, unter anderem, weil vorne auf der Packung stand: „Ohne Zuckerzusatz“. Ok, dachte ich, sie verwenden Honig statt Zucker, das schmeckt dann wenigstens lecker, auch wenn Honig nicht gesünder ist als Zucker. Erst viel später habe ich die Packung umgedreht und weitergelesen: „Müsliriegel mit Süßungsmitteln“ - na toll, von wegen Honig...

Auch im Bioladen sieht es nicht viel besser aus. Das erste Paket, das ich betrachte, listet als Zutat Glukosesirup gleich an zweiter Stelle auf. Das geht doch auch anders, oder?

Selbst gemachte Müsliriegel
Julia Icking, Bonn

Die Recherche

Nach etwas Recherche im Internet bin ich schlauer: Ja, es geht anders und es ist nicht einmal besonders schwer, Müsliriegel selber zu machen. Nur die Haltbarkeit ist natürlich anders als beim Industrieprodukt. Deshalb probiere ich es zuerst mit einer kleinen Menge. Aus den vielen, verschiedenen Rezepten im Netz bastele ich mir ein Grundrezept:

  • 100 g Getreideflocken
  • 100 g Trockenfrüchte
  • 50 g Nüsse oder Mandeln
  • 50 g Butter
  • 50 g Honig

Die Zubereitung

Wer mag kann die Nüsse und Flocken trocken anrösten. Damit die Riegel gut zusammenkleben, muss man sie außerdem kleinhacken. Dann Butter und Honig in einem Topf langsam zum Kochen bringen und die anderen Zutaten hinzufügen. Alles gut vermengen und ungefähr einen halben Zentimeter dick auf einem Blech mit Backpapier ausstreichen. Am besten rechtecktig, damit man später Riegel schneiden kann. Ich streiche die Menge auf geschätzten 15 x 20 Zentimetern aus. Um die Masse in Form zu bringen klappe ich das Backpapier darüber und benutze es als „Handschuh“, denn am Papier klebt die Masse nicht so sehr wie an den Händen. Nun muss alles noch 20 Minuten bei 150 Grad in den Ofen. 15 Minuten abkühlen lassen und in Riegel schneiden.

Der Geschmack

Der Geschmackstest fällt sehr positiv aus. Die Riegel sind knusprig, fruchtig und natürlich süß, das schmeckt auch den Kindern. Ich freue mich, denn jetzt habe ich eine leckere Abwechslung für ihre Frühstücksdose.

In meinen Riegeln sind übrigens Hafer- und Dinkelflocken, getrocknete Aprikosen und Feigen, Cashewnüsse und Mandeln - einfach weil ich das alles mag. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, auch tropische Trockenfrüchte, Kokosflocken, gepuffter Amaranth und vieles mehr kann man zu Riegeln formen.

In einer Dose luftdicht verschlossen sollen die Riegel übrigens zwei Wochen halten - ich wette allerdings, dass dann schon lange keine mehr da sind...

Das Fazit

Für mich steht fest: Wenn Müsliriegel, dann selbst gemacht. Süßungsmittel und Glucosesirup sind nur zwei der Zutaten, die mich in der Zutatenliste stören. Wahrscheinlich schaden sie nicht, aber ich mag selbst gemacht mit wenigen Zutaten lieber, als industriell hergestellt - vor allem, wenn es so einfach ist.

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