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Nachhaltige Holzerzeugung

Holz spielt auch heute noch eine wichtige und ökologisch herausragende Rolle als nachwachsender Rohstoff.

Gebäude aus Holz hinter Gras
Petair / Fotolia.com

Neben seiner Funktion als Sonnenenergie-Speicher ist Holz auch die Grundlage für eine breite Palette von handwerklichen, industriellen, aber auch von High-Tech-Erzeugnissen. So kann Holz wichtige Impulse für die Lebens- und Wirtschaftsweise der Zukunft geben. Denn bei der Holznutzung verbinden sich wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte eng miteinander:

  • Impulse für die regionale Entwicklung durch Investition und Arbeitseinkommen, gerade auch in ländlichen Bereichen
  • Sicherung der Existenzgrundlage für die Beschäftigten in Forstwirtschaft und Holz verarbeitendem Gewerbe
  • Schutz der natürlichen Grundlagen durch nachhaltige Nutzung der Ressource Holz im Ökosystem Wald

Dies entspricht der Grundidee der Agenda 21, jenes Aktionsprogramms für das 21. Jahrhundert, auf das sich mehr als 170 Staaten in Rio einigten – zur weltweiten Sicherung und Entwicklung einer lebenswerten Umwelt:

Global denken, lokal handeln

Gerade durch den intelligenten Einsatz von Holz und Holzprodukten können wir eine große Menge Energie sparen – zum Beispiel durch Verwendung von mehr Holz statt Beton: Für die Bereitstellung von Holz wird im Vergleich deutlich weniger Energie benötigt als für eine vergleichbare Betonkonstruktion. Rohstoffe wie Mineralöl oder Metalle, die nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen, lassen sich so einsparen, und gleichzeitig tun wir etwas gegen die globale Klimaveränderung!

Was bedeutet "Nachhaltigkeit"?

In seiner ursprünglichen Bedeutung beinhaltet der Begriff, dass dem Wald nicht mehr Holz entnommen wird, als auch wieder nachwächst. Das heißt, es muss gemessen werden, wie hoch der Holz-"Zuwachs" innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (z. B. von 10 Jahren) in einem Wald ist. Innerhalb dieses Zeitraums soll hier entsprechend auch nicht mehr Holz genutzt werden.

Heute wird der Begriff in einem umfassenderen Sinn gebraucht. Hierzu gehören beispielsweise die Sicherung der Naturschutzaufgaben des Waldes oder auch die Bedeutung des Waldes als Trinkwasserspeicher.

In den letzten Jahren wurde der Begriff auch auf andere Fragestellungen außerhalb des Waldes ausgeweitet. So hat die UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Rio de Janeiro, 1992) die nachhaltige Entwicklung im ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich zum zentralen Leitbild der Weltentwicklung gemacht. Auf der Basis des Aktionsprogramms dieser Konferenz, der so genannten Agenda 21, haben sich auf der ganzen Welt und auch überall in Deutschland Aktionsgruppen gebildet, um dieses Ziel zu unterstützen.

 

Rainer Schretzmann, aid |

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