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Nachhaltigkeit auf wissenschaftlicher Grundlage

Projekt zur Erarbeitung eines Kodex für die Landwirtschaft startet am 23. November 2016 an der Universität Bonn.

(aid) – Die Landwirtschaft muss sich zunehmenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Anforderungen nach einer nachhaltigen Produktion stellen. Ein umfassendes Bewertungssystem für Nachhaltigkeitsindikatoren in der Landwirtschaft fehlt jedoch bisher. Am 23. November 2016 startete hierzu an der Universität Bonn ein Projekt zur Erarbeitung eines Kodex für die Landwirtschaft. Es wird von einer Vielzahl von Organisationen aus dem Agrarbereich, vor allem aber der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt.

In einem intensiven Diskussionsprozess und in enger Zusammenarbeit mit Beratung und Praxis sollen aussagekräftige und in die betriebliche Datenerhebung gut integrierbare Nachhaltigkeitsindikatoren beschrieben und erprobt werden. Dabei sollen nach Aussage von Professor Dr. Karl-Heinz Südekum vom Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn, die bereits vorhandenen Ansätze berücksichtigt und zusammengeführt werden. Eine Besonderheit des Projektes ist nach seiner Einschätzung, dass sich sehr viele und unterschiedliche Organisationen beteiligen. Das sind neben der Bonner Universität die Fachhochschule Südwestfalen in Soest und die Hochschule Rhein-Waal aus Kleve. Für die Beratungsseite nehmen die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die beiden Landwirtschaftsverbände aus Bonn und Münster, die Landesvereinigung Ökologischer Landbau aus Düsseldorf und schließlich die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft  teil.

Der Generalsekretär der DBU, Dr. Heinrich Bottermann, betonte, dass es seiner Stiftung bei diesem Projekt darauf ankomme, eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, die auch gesellschaftlich akzeptiert werde. Dazu sei die Entwicklung entsprechender Indikatoren auf wissenschaftlicher Basis ein entscheidender Schritt. Aber auch eine wirkungsvolle Präsentation der Projektergebnisse in der Öffentlichkeit am Projektende solle dazu beitragen. Der Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, begleitete den Beginn des Vorhabens mit den Worten „Ich möchte am Ende sagen können: Das Projekt war ein Quantensprung für die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft.“

Dr. Martin Heil, www.aid.de

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