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Neue Freizeitangebote und Wald-Kunst

Neuerdings entstehen immer mehr neue Märkte für eine große Bandbreite von Waldleistungen, die bisher nicht wahrgenommen wurden oder als nicht vermarktbar galten. Zum Beispiel Hochseilgärten.

Holzaufbauten eines Hochseilgartens
iStock / Stephan Zabel

Schöne Beispiele neuer Waldleistungen sind bei den Freizeitangeboten im Wald zu finden, vom Wildwald-Erholungsangebot für Familien bis zum Überlebenstraining für besonders wildnisbegeisterte Stadtmenschen. Hier kommt es besonders darauf an, die Kundenbedürfnisse mit den betrieblichen und personellen Möglichkeiten in Einklang zu bringen und darauf zu achten, welche eigenen Kapazitäten und Fähigkeiten in ein derartiges Angebot einfließen können. Schöne Beispiele hierfür sind Survival-Trainings oder Baumkletter-Angebote, wie sie etwa im Forstrevier der Gemeinde Hümmel oder im Outdoorpark des Forstamts Lahnstein angeboten werden. Hier hat sich durch das Engagement und die Begeisterung der Revierleiter ein neuer und interessanter Markt entwickelt.

Die Palette möglicher Aktivitäten reicht noch wesentlich weiter und umfasst selbst Angebote zur gestalterischen Betätigung im Naturraum Wald und natürlich auch Möglichkeiten künstlerischer Arbeit im und mit dem Wald, die etwa in „Environmental Art“(„Natur-Kunst“), der künstlerischen Gestaltung in der Natur unter Einbeziehung der natürlichen Prozesse, zu finden sind.

Das Titelbild des aid-Heftes „Waldprodukte vermarkten – Beispiele aus der Praxis“ zeigt eines der Holzkunstwerke von Urs Twellmann. Es handelt sich um eine Gruppe von Erlenholzkugeln ("New Potential") im Kemmeriboden-Bad in Schangnau/Schweiz. Das Holz wurde bei einem Hochwasser angeschwemmt und von Twellmann „an Ort und Stelle“ bearbeitet und aufgestellt: ein eindrückliches Beispiel für die gestalterische Beziehung zwischen Mensch und Natur und für das Spannungsverhältnis Naturmaterial – Objektform. Interessant ist hier auch die Metamorphose, die „Abfallholz“ durch kreative Bearbeitung erfährt! Die Kugeln wurden übrigens frei und ungeschützt aufgestellt und so ist die zeitliche Dimension mit der natürlichen Veränderung und Zersetzung des Materials ein wesentlicher Aspekt des Werkes selbst.

Rainer Schretzmann, aid |

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