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Neues Wolf-Zentrum

Der Bund hat eine „Dokumentations- und Beratungsstelle Wolf“ eingerichtet. Sie dient als Anlaufstelle für Fachbehörden der Bundesländer, die für die Umsetzung des Wolfsschutzes zuständig sind.

Wolfmutter mit einen Welpen vor Waldkulisse
iStock.com / sparhawk4242

Das neue Wolf-Zentrum soll dafür sorgen, dass die Landesbehörden kontinuierlich mit aktuellen Informationen zum Thema Wolf versorgt werden. Entschädigungen für gerissene Nutztiere wie Schafe oder Ziegen zahlt die Beratungsstelle nicht aus, dies bleibt ebenso Ländersache wie die Maßnahmen zum Herdenschutz. Ein professionelles Wolfsmanagement gibt es derzeit in zwölf Bundesländern wie zum Beispiel Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen.

2014: Entschädigungen in Höhe von 54.000 Euro ausgezahlt

In der Zeit von 2002 bis 2014 leisteten insgesamt neun Bundesländer Ausgleichszahlungen. Allein im Jahr 2014 zahlten sechs Bundesländer etwa 54.000 Euro für Schadensfälle, bei denen ein Wolf als Verursacher nachgewiesen oder nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. Die Entschädigungen werden in den Ländern jeweils von unterschiedlichen Fach- und Vollzugsbehörden ausgezahlt. In der Regel übernehmen dies die Umweltministerien.

Das neue Wolf-Zentrum des Bundes hat seinen Sitz quasi im sächsischen Görlitz. „Wir dürfen uns da aber kein Gebäude mit Klingelschild vorstellen“, sagt Ruth Schädelbauer, Pressesprecherin des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn. Vielmehr sei das Beratungszentrum ein Projekt, das von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen unter Führung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) getragen werde.

Institutionen mit langjähriger Erfahrung

Mit von der Partie sind das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG), das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring  und –forschung in Deutschland, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) sowie das Senckenberg Forschungsinstitut am Standort Gelnhausen. All diese Einrichtungen verfügen über langjährige wissenschaftliche und praktische Erfahrung in der Arbeit mit Wölfen.

Es gibt inzwischen wieder 31 Wolfsrudel in Deutschland. Nach Rückkehr des Wolfes im Jahr 2000 nimmt der Bestand zu, allerdings gilt der Wolf nach wie vor als vom Aussterben bedroht und befindet sich in einer ungünstigen Erhaltungssituation.

 

Michael Bornemann, Hildesheim |

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