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Nüsse: Verbraucherschutz

Nüsse sind – in Maßen verzehrt – lecker und gesund. Werden sie jedoch falsch gelagert, können sie ranzig werden, schimmeln und somit gesundheitsschädliche Stoffe bilden.

Nusssortiment in einer Schale mit Nüssen daneben
zb89v / Fotolia.com

Zu diesen Stoffen gehören die Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine. Zu dieser Gruppe gehören Aflatoxine. Sie sind deshalb so gefährlich, weil sie giftig und Krebs erregend sind – sie können vor allem Leber- und Nierenkrebs auslösen. Schimmelpilze wachsen besonders gut bei mäßigen oder warmen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung. Unter diesen Bedingungen produzieren sie immer mehr Giftstoffe. Vorsicht: Kochen, Backen oder Braten kann die schädlichen Wirkungen der Pilzgifte nicht ausschalten!

Besonders Pistazien sind aber oft vom Schimmel befallen (etwa drei bis vier Prozent sind nicht einwandfrei), darüber hinaus Erdnüsse, Mandeln und Paranüsse. Wer einen atypischen Geschmack feststellt: "Nicht schlucken, sondern spucken!"

Wer einmal eine schlechte Nuss erwischt hat, wird deshalb nicht sofort krank. Und in der Regel bewahrt uns unser sensibler Geschmackssinn davor, größere Mengen verdorbener Produkte zu essen.

Bei ranzigen Nüssen ist das enthaltene Fett verdorben. Unter dem Einfluss von Licht, Sauerstoff und Feuchtigkeit werden die Fette zersetzt und es entstehen Abbauprodukte, die nicht nur schlecht riechen und schmecken, sondern zum Teil auch gesundheitsschädlich sind. Auch hierbei bewahrt unser sensibler Geruchs- und Geschmackssinn uns in der Regel davon, ranzige Nüsse in größeren Mengen zu verzehren. Geschieht das dennoch, können Magen-Darm-Verstimmungen die Folge sein.

Für Kleinkinder gilt: Vorsicht bei bitteren Mandeln
Bittermandeln enthalten unter anderem Amygdalin, das im Körper zu der giftigen Blausäure umgewandelt wird. Sie sind daher roh nicht zum Verzehr geeignet. Vorsicht ist vor allem bei Kleinkindern geboten, denn fünf bis sechs Bittermandeln können für sie bereits tödlich sein! Durch Kochen und Backen verflüchtigt sich die Blausäure und es sind keine gesundheitliche Schäden zu befürchten. Das aus Bittermandeln gewonnene Bittermandelöl ist ebenfalls weitestgehend von Blausäureverbindungen befreit und daher ungefährlich.

Autorin: Ruth Rösch, Düsseldorf |

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