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Petersilie

Petersilie ist ein zweijähriges Kraut, sollte jedoch jedes Jahr neu ausgesät werden. Im zweiten Jahr tragen die Pflanzen winzige Blüten, für die Küche ist die beste Zeit dann bereits vorbei.

Petersilie
iStock.com / parrus

Geschichte

Die Petersilie, die aus dem ostmediterranen Raum stammt, war schon den alten Griechen ein geheiligtes Kraut. Ab dem Mittelalter gewann sie im nördlichen Europa, wo sie vorwiegend in Klöstern kultiviert wurde, zunehmend an Bedeutung.

Besonderheiten

Bei Blatt- oder Schnittpetersilie (Petroselinum crispum) – je nach Sorte glatt- oder krausblättrig – werden die Blätter, bei Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum ssp. tuberosum) Blätter und Wurzeln genutzt.

Standortbedingungen

Die gegen Kälte unempfindliche Petersilie bevorzugt eher halbschattige Standorte. Der Boden sollte feucht, humos und vor allem nährstoffreich sein.

Fruchtfolge und Mischkultur

Petersilie ist mit sich selbst und anderen Doldenblütlern (z. B. Möhre, Sellerie oder Dill) unverträglich und sollte daher höchstens alle drei Jahre auf dem gleichen Beet stehen. Geeignete Mischkulturpartner sind unter anderem Gurken, Knoblauch, Porree, Ringelblumen, Tagetes (gegen Nematoden), Tomaten und Zwiebeln.

Aussaat / Pflanzung

Direktsaat Freiland

Ab März, Folgesaaten bis August möglich (Wurzelpetersilie bis Mitte Mai)

Saatabstand

20 cm x 5 cm

Aussaattiefe

0,5 - 1 cm

Tipp

Die Keimzeit (bis zu 6 Wochen) kann verkürzt werden, indem man die Samen vor der Aussaat einige Stunden in lauwarmem Wasser einweicht

Düngung

Petersilie zählt zu den Mittelstarkzehrern. Eine Kompostgabe von etwa 3 l/m2 vor der Aussaat sollte ausreichen. Bei Bedarf kann mit Pflanzenjauche oder mineralischen Flüssigdüngern nachgedüngt werden.

Pflege

Den Boden vor allem während der Keimphase gut feucht halten, denn schon das einmalige Austrocknen kann den Kulturerfolg gefährden. Das Abdecken mit Vlies schützt vor Kälte, Möhrenfliegen sowie Virus übertragende Blattläuse.

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse (Virusüberträger), Möhrenfliege, Nematoden, Schnecken, Septoria-Blattfleckenkrankheit, Alternaria-Schwarzfäule, Sellerieschorf

Ernte und Lagerung

Die Blätter der Blattpetersilie können geerntet werden, sobald die Pflanze kräftig genug ist. Für den Frischverzehr kann abgeschnitten werden, was benötig wird, die Herzblätter sollten jedoch verschont werden, damit die Pflanze neu austreiben kann. Blattpetersilie lässt sich trocken oder eingefroren gut haltbar machen. Die Wurzelpetersilie wird von Oktober bis zum Frosteintritt geerntet. In feuchten Sand eingeschlagen können die Wurzeln im frostfreien Keller eingelagert werden.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

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