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Pferdeversicherungen

Mit Versicherungen ist es immer so eine Sache: Passiert nichts, ärgert man sich über die jahrelang eingezahlten Beiträge. Passiert doch etwas, ist man froh, nicht ohne Versicherung zu sein.

zwei Pferde
iStock.com / Cynthia Baldauf

(aid) – Mit Versicherungen ist es immer so eine Sache: Passiert nichts, ärgert man sich über die jahrelang eingezahlten Beiträge. Passiert dann doch einmal etwas, ist man froh, nicht ganz ohne finanzielle Rückendeckung dazustehen. Im Leben wie im Reitsport gibt es eine große Anzahl von Angeboten, die darauf abzielen, das Gefühl des persönlichen Risikos zu vermindern. Um für sich selbst als Mensch und als Tierhalter herauszufinden, was wirklich notwendig ist, gilt eine wichtige Faustregel: auf jeden Fall solche Risiken absichern, die eine existenzielle Not verursachen könnten.

Dazu zählt im „Pferdeleben“ vor allem die Tierhalterhaftpflichtversicherung. Tritt der vielzitierte „worst case“ ein – ein Pferd macht sich frei, flüchtet, rennt auf die Straße, die Straßenbahn entgleist, hundert Menschen kommen zu Schaden – dann kann das den persönlichen Ruin für den Tierhalter bedeuten. Schon etwas anders sieht es bei Kranken- oder OP-Versicherungen aus. Natürlich sind hohe Tierarztrechnungen ärgerlich und können manchen Tierhalter sehr in Bedrängnis bringen. Doch existenzbedrohend ist das meist nicht. Der Pferdebesitzer sollte genau überlegen, ob er stattdessen schon bei der Anschaffung des Pferdes ein Sparschwein aufstellt, um ein Polster für etwaige spätere Rechnungen anzusparen. Grundlegend anders machen es die Versicherer ja auch nicht. Und eines ist klar: Kein Anbieter bringt ein Produkt auf den Markt, bei dem er sich keinen Gewinn verspricht.

Die Beiträge für Versicherungen gegen Unbrauchbarkeit und/oder Nottötungen sind in Relation zum Anschaffungswert des Tieres meist relativ hoch. Solche Versicherungen können beispielsweise für Pferdebesitzer sinnvoll sein, die sich in den ersten Jahren nach dem Kauf absichern wollen, falls eine Neuanschaffung finanziert werden muss. Bei wertvollen Pferden, die gut ausgebildet und jung genug sind, um noch einige Jahre (sportliche) Karriere vor sich zu haben, kann die Versicherung sinnvoll sein.

Pferdehalter sollten sich immer überlegen, wie lange sie eine Versicherung aufrecht erhalten und ob diese noch Sinn macht. Ausnahme ist die Tierhalterhaftpflicht. Die sollte bis zum Schluss bestehen.

Friederike Heidenhof, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Heft „Reiten und Pferdehaltung richtig versichern"

Bestell-Nr. 1600, Preis: 2,00 Euro

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1600

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