Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Physalis

Physalis erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit – als Obst sowie als Gartenpflanze. Denn neben den süßen, vitaminreichen Früchten hat sie einen sehr hohen Zierwert.

orangefarbene Physalis-Frucht
Marina Lohrbach / Fotolia.com

Geschichte und Besonderheiten

Die Andenbeere stammt, wie der Name schon sagt, aus dem Hochland Perus und Chiles. Sie gelangte zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Südafrika, wo sie ihren zweiten Namen – Kapstachelbeere – erhielt. Physalis peruviana ist eine von vielen Physalis-Arten. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist damit eng verwandt mit der Tomate oder Kartoffel.

Der südamerikanische Exot ist mit seinen orangefarbenen Lampions ein Blickfang im Garten. Obwohl die Pflanze mehrjährig ist, wächst sie aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit unter hiesigen klimatischen Bedingungen im Freiland nur einjährig.

Standortbedingungen

Die Andenbeere liebt, wie die Tomate, geschützte sowie warme und sonnige Standorte, etwa vor Südmauern oder an der Sonnenseite von Hecken und Zäunen. An den Boden stellt die Physalis jedoch keine hohen Ansprüche.

Aussaat / Pflanzung

Pflanztermin

Ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind.

Pflanzabstand

60 x 60 cm. Physalis kann auch in gut großen Blumentöpfen kultiviert werden.

Anzucht

Aussaat: ab März unter Glas (hell, 18-22 °C) in Saatschalen. Nach ca. 3 Wochen in 10-cm-Töpfe pikieren.

Überwinterung 

Rechtzeitig vor dem ersten Frost zurückschneiden. Pflanze in Kübel topfen und an einem hellen und trockenen Ort bei 5-10 °C überwintern. Überwinterte Pflanzen sind bis zu 4 Wochen früher erntereif.

Vermehrung 

Im Herbst 15 cm lange Kopfstecklinge schneiden, in Aussaaterde stecken, an einem warmen (10-15 °C), hellen Ort aufstellen und mäßig feucht halten.

Düngung

Im Gegensatz zur Tomate sind die Nährstoffansprüche der Physalis sehr gering. Etwa 2 kg Kompost/m2 reichen völlig aus.

Pflege

Da die starkwüchsigen Pflanzen bis zu 1,5 m hoch werden und die Stängel leicht brechen, müssen sie an Stäben oder Rankgittern aufgebunden werden. Aufgrund des hohen Wasserbedarfs sollte man die Andenbeere ausreichend wässern. Die Pflanzen können 2- bis 4-triebig gezogen werden. Ein Ausgeizen, wie bei der Tomate, ist nicht notwendig. Stellen Sie fest, dass bestehende Früchte nicht mehr reif werden, empfiehlt es sich jedoch, einige Triebe auszugeizen oder die Triebspitzen einzukürzen, damit die Pflanzen alle Kraft in die vorhandenen Früchte stecken.

Schädlinge und Krankheiten

Geringe Probleme mit der Weißen Fliege, vor allem im Gewächshaus.

Ernte und Lagerung

Die kugeligen Früchte beginnen – in unserem Klima – je nach Sorte ab August reif zu werden. Dies ist daran erkennbar, dass sich die umhüllenden Blütenkelche braun färben und eintrocknen. Geerntet werden kann dann bis in den Oktober. Die umhüllenden Blütenkelche werden mitgeerntet, damit die Früchte länger frisch bleiben. Die gelblich-orange gefärbten säuerlich schmeckenden Früchte sind sowohl für den Frischverzehr als auch für Marmeladen und Gelees geeignet.

Autor: Jörg Planer, Meckenheim |

als hilfreich bewerten 0 Versenden
Gießkanne und Saatgut
coco / Fotolia.com

Saatgutkataloge sind oft voll mit neuen und viel versprechenden Obst- und Gemüsesorten für den heimischen Garten – allerdings auch mit gärtnerischen Fachbegriffen. Wir erklären Sie Ihnen.

mehr...
Kiwifrüchte am Baum
sripfoto / Fotolia.com

Kiwi und Feige sind mittlerweile bekannte Exoten in unseren Gärten. Es gibt aber noch eine ganze Reihe weiterer tropischer und subtropischer Pflanzen, die auch bei uns wachsen.

mehr...
Tomatenpflanze im Topf
iStock.com / Cottonfioc

Auch wer in der Stadt lebt, kann sein eigenes Gemüse ernten. Mit ein paar Quadratmetern Balkon und ein wenig Kreativität lässt sich selbst in der dritten Etage ein kleiner Nutzgarten anlegen.

mehr...
Hand mit Wasserschlauch
seregraff / Fotolia.com

Wenn die sommerliche Sonne das letzte Tröpfchen Wasser aus dem Boden saugt, muss mit der Bewässerung der Pflanzenpracht begonnen werden. Doch wie bewässert man eigentlich richtig?

mehr...
Insektenhotel
tektur / Fotolia.com

Nicht nur der Erwerbsgärtner hat mit Krankheiten und Schädlingen zu tun. Auch im heimischen Garten gilt es, das Gemüse und Obst vor einem Befall mit Krankheitserregern zu schützen.

mehr...
Garten pflegen

App: Nützlinge im Garten

Nicht alle Nützlinge sind so bekannt wie der Marienkäfer. Die weniger populären Gartenhelfer lernen Sie schnell mit der aid-App kennen.

mehr...

Organische Dünger liefern nicht nur Nährstoffe. Sie haben zusätzlich einen positiven Effekt auf die Struktur des Bodens, da sie diesen mit Humus anreichern.

mehr...