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Prävention von Allergien und Asthma

Bald erreicht die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt. Wenn die Narren ausgelassen feiern, sollten Allergiker besonders vorsichtig sein.

Verkleidete Frauen essen Berliner
Kzenon / Fotolia.de

Nicht nur Theaterschminke und Perücken können allergische Reaktionen und Juckreiz hervorrufen. Auch der Genuss bestimmter Speisen ist für Betroffene unangenehm oder sogar gefährlich. In Kombination mit Alkohol und körperlicher Anstrengung können sich die Beschwerden verschlimmern.

Es fängt schon bei der „Kamelle“ vom Karnevalsumzug an. Beim essbaren Wurfmaterial sind häufig weder Zutaten noch Allergene auf der Verpackung ausgezeichnet. Das kann für Karnevalisten mit Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten für Farb- und Konservierungsstoffe problematisch sein. Wer eine Allergie gegen Nüsse, Milch oder Eier hat, verzichtet besser auf Schokowaren vom Karnevalsprinz oder Dreigestirn. Die klassischen Hartkaramellen und Weingummi sind dagegen meist verträglich.

Traditionelles Faschingsgebäck wie Krapfen, Kücherl und Mutzen enthält Weizenmehl, Eier und teilweise auch Milch. Zudem werden viele Lebensmittel in Erdnussöl vorfrittiert. Wenn eine Allergie bekannt ist, sollten Sie sich beim Bäcker über die verwendeten Zutaten und auch das Frittieröl informieren. Je nach Rezeptur kann Salzgebäck eine Alternative zu Fastnachtsspezialitäten sein.

Sektflasche, Sektglas und Luftschlangen

An den Karnevalstagen wird auch gerne ein Gläschen mehr getrunken. Allergiker sollten bedenken, dass sich Beschwerden unter Alkoholkonsum noch verstärken können. Bei einer Histaminunverträglichkeit ist auf die Alkoholsorte zu achten. So enthält ein Glas Bier deutlich weniger Histamin als ein Glas Rotwein. Histamin ist ein Gewebshormon, das im Körper etwa bei Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle spielt.

Nicht nur für Allergiker gilt: Wer zwischendurch ein Glas Mineralwasser oder Apfelschorle trinkt, behält eher einen klaren Kopf. Dann ist der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen, und die Jecken kommen gut gelaunt und ohne Kater durch den Karneval.

Heike Kreutz, Alsdorf |

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Frau beim Bäcker zeigt auf Auslage
Contrastwerkstatt / Fotolia.com

Allergiekennzeichnung

Mehr Klarheit auch bei unverpackter Ware Allergene Zutaten leichter erkennen

Seit Dezember 2014 haben Verbraucher die Möglichkeit, gezielt beim Bäcker nachzufragen, ob das Brot allergene Zutaten enthält. Auf dieses Informationsrecht können Ernährungsberater ihre Klienten hinweisen. Für Betroffene sind genaue Informationen über Allergene in Lebensmitteln - je nach Schwere der allergischen Reaktion - besonders wichtig. Deshalb müssen die vierzehn Zutaten, die in Europa am häufigsten Lebensmittelallergien auslösen, auf der Verpackung stehen. Seit Ende letzten Jahres können sich Verbraucher nach der EU-Lebensmittel-Informationsverordnung nun auch gezielt über allergene Zutaten bei loser Ware informieren – also in der Bäckerei, beim Metzger, auf dem Wochenmarkt, in der Kantine oder im Restaurant. Die Allergeninformation kann schriftlich oder unter bestimmten Bedingungen auch mündlich gegeben werden. Eine mündliche Information ist nur möglich, wenn sie auf Nachfrage vor Abgabe des Lebensmittels erfolgt und die allergenen Zutaten und Hilfsstoffe gleichzeitig schriftlich dokumentiert sind. Bei dem Lebensmittel oder im Verkaufsraum muss gut sichtbar darauf hingewiesen werden, dass die Kunden sich über Allergene informieren können. Wichtig ist, dass die schriftlichen Informationen auf Nachfrage auch zugänglich sind.

Die neue Verordnung sorgt für mehr Transparenz und erleichtert Allergikern die Speisenwahl. Ermutigen Sie daher in der Beratung Ihre Klienten gezielt nachzufragen!

Autorinnen: Sonja Lämmel, Gesa Maschkowski, Dr. Claudia Müller, aid

Weitere Informationen

Allergenkennzeichnung: Allergeninformation auch bei loser Ware verpflichtend
Baby isst Brei
Alliance / Fotolia.com

Tipp im Web

Nachgefragt beim Netzwerk Gesund ins Leben Wann dürfen Babys Milch, Ei, Fisch, Weizen bekommen?

Eltern möchten alles tun, um ihr Baby vor Allergien zu schützen, vor allem, wenn es in der Familie bereits Allergien gibt. Oft sind sie besonders bei Lebensmitteln unsicher, die als „allergen“ eingestuft werden, zum Beispiel Kuhmilch, Ei, Weizen oder Fisch. Können auch diese Lebensmittel schon im ersten Lebensjahr gegeben werden oder sollte man besser damit warten? Lesen Sie dazu die Antwort des Netzwerk Gesund ins Leben.

Sollten Lebensmittel, die oft Allergien auslösen, im 1. Lebensjahr besser nicht gegeben werden?

Lernen mit Allergien

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Lebensmittelallergien

Statistisch ist in jeder Klasse ein Schüler mit einer Lebensmittelallergie. Wir zeigen, wie sich Schulen dieser Herausforderung stellen können – in der Schulverpflegung und im Lernalltag.

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