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Qualität von Schnittblumen

Lange haltbare Schnittblumen sichern die Kundenzufriedenheit. Zur Haltbarkeit tragen viele Faktoren bei, von der Pflanzenqualität über Lieferung und Verarbeitung bis zur Pflege beim Kunden.

Florist mit Schnittrosen
iStock.com / skynesher

Ob zu Feiern und Ehrentagen oder einfach so zwischendurch: Blumensträuße und einzelne Schnittblumen zählen zu den beliebtesten Geschenken, die man anderen oder auch sich selbst machen kann. Sie bringen ein Stück Natur und Farbe in Wohnräume und sind nicht selten echte Kunstwerke, die mit viel Geschick und Liebe gefertigt wurden. Echte kleine Luxusgüter eben. Umso größer ist die Enttäuschung der Verbraucher, wenn es mit der Pracht zuhause schon nach wenigen Tagen vorbei ist.

Schmollen hilft nicht

Häufig trifft den Handel dabei auf den ersten Blick gar keine Schuld – viele Käufer haben schlicht keine Ahnung, wie sie Schnittblumen behandeln sollten, damit diese ihre maximale Lebensdauer ausschöpfen können. Ganz so einfach sollte man es sich allerdings nicht machen, denn unabhängig von der Schuldfrage ist der Effekt derselbe: Der verärgerte Kunde wird künftig weniger Schnittblumen kaufen oder zur Konkurrenz abwandern. Dagegen hilft nur eines: Aufklärung.

Gebrauchsanweisung für Blumensträuße?

Eigentlich sollte es schon eine Sache der Ehre und der Wertschätzung für die eigenen Blumenarrangements sein – in jedem Fall gehört es zu einem guten Service dazu: Geben Sie Ihrem Kunden nützliche Tipps mit auf den Weg, etwa zum Anschneiden der Stiele, wenn er den Strauß trocken nach Hause transportieren muss. Noch besser: Halten Sie wassergefüllte Transportbehälter bereit – zumindest für teure Sträuße – und empfehlen Sie dem Käufer ein geeignetes Blumenfrischhaltemittel beziehungsweise geben Sie ihm eine erste Portion mit auf den Weg. Selbst ein Merkzettel als Mini-Gebrauchsanweisung ist keineswegs übertrieben – jedem Toaster für 30 Euro liegt eine mitteldicke Bedienungsanleitung bei und von Blumen erhofft sich der Verbraucher weitaus mehr Freude als von günstigen Elektrogeräten.

Nicht am falschen Ende sparen

Was für den Verbraucher gilt, sollte für den Anbieter selbstverständlich sein. Aber wie es so ist mit der Theorie, in der Praxis scheinen immer viele gute Gründe gegen bekannte sinnvolle Maßnahmen zu sprechen: Die Stiele neu angelieferter Schnittblumen alle noch einmal anzuschneiden, ist aufwändig und kostet Zeit, Blumenfrischhaltemittel kosten Geld und ein Extra-Behälter für frische Ware kostet Platz. Also landen die teuer eingekauften Blumen unangeschnitten im selben Gefäß wie die mehrere Tage alten Exemplare – im ebenfalls mehrere Tage alten Wasser. Wer so mit seinen Einkäufen umgeht, bietet am Ende nicht mehr an als einen schönen Schein, denn durch Bakterien oder Luftbläschen verstopfte Leitungsbahnen sind vorprogrammiert – die Lebensdauer sinkt rapide.

Chancen nutzen

Wer sein Qualitätsmanagement von Zeit zu Zeit kritisch hinterfragt, profitiert davon in mehrfacher Hinsicht. Er kann die Qualität der gekauften Waren besser einschätzen, da sich ausschließen lässt, dass eine geringe Haltbarkeit im eigenen Geschäft verschuldet wurde. Er hat zufriedenere Kunden und gewinnt höchstwahrscheinlich neue hinzu. Und er kann ein hohes Preisniveau halten: Erklären Sie den Kunden, welcher Aufwand von der Züchtung über den Anbau und Transport bis zum Verkauf betrieben wird, um beste Qualität zu liefern. Dann sehen sie nicht nur die Schnittblumen mit anderen Augen, sondern auch das Preisschild.

Mascha Schacht, Frankfurt am Main |

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