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Rasen-Renovierung

Auf so manchem Rasen kann es nach einem langen Winter schon mal ganz schön übel aussehen. Da hilft nur noch eine Rasen-Renovierung. Der Mai und der September sind dafür die besten Monate.

Grüner Rasen Nahaufnahme
iStock.com / Michael Krinke

Endlich ist der Frühling da: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die Blumen blühen und der Rasen – macht einen rasend. Von saftigem Grün kann nach dem langen Winter nämlich vielerorts keine Rede mehr sein. Gelb-braune Flecken und kahle Stellen durchsetzen das, was einst ein eleganter Teppich war. Aber während man einen derartig durchlöcherten Vorleger wohl kurzerhand aus dem Haus werfen würde, lohnt beim Rasen glücklicherweise meist noch die Reparatur. Der Mai und der September sind sowohl für eine Rasen-Renovierung als auch für die Neuanlage von Rasen- und Wiesenblumenflächen optimal geeignet: Der Boden hat sich bereits leicht erwärmt und ist nicht mehr klatschnass vom Tauwetter, aber auch die hochsommerliche Trockenheit ist noch nicht in Sicht. Perfekte Keimbedingungen also für das Saatgut, auch ohne ständiges Gießen.

Countdown für Greenkeeper

Als Erstes mähen Sie den Rasen auf etwa zwei Zentimeter herunter. Dann geht’s dem Flickenteppich an den Kragen: Mit einem Vertikutierer ritzen Sie die alte Grasnarbe und die kahlen Stellen etwa zwei Millimeter tief an – einmal in Quer- und einmal in Längsrichtung. Zudem wird dabei Moos herausgerissen, das Sie anschließend einfach abrechen können. Na prima, denken Sie anschließend womöglich, jetzt sieht der Rasen also durchgängig aus wie gerupft, vielen Dank auch! Aber in diesem Fall soll das tatsächlich so sein: Durch das Vertikutieren wird der Rasen belüftet und die Erde soweit aufgerissen, dass die Samen guten Bodenkontakt bekommen. Insbesondere auf schweren, lehmigen Böden (nach einem Regenguss leicht am zentimeterdicken Belag unter den Schuhsohlen zu erkennen) sollten Sie nun ein bis zwei Zentimeter hoch gewaschenen Sand aufbringen. Dadurch verbessert sich die Belüftung auch langfristig, denn der Sand wird nach und nach in den Boden eingewaschen.

Frisbee-Training für Freestyle-Rasen

Dann werden die Rasensamen auf der Fläche verteilt – an kahlen Stellen entsprechend dichter als dort, wo tatsächlich noch Rasen vorhanden ist. Mit einem Streuwagen können Sie das Rasensaatgut besonders gleichmäßig ausbringen, andernfalls schleudern Sie es mit Schwung aus der flachen Hand von sich – als würden Sie eine Frisbee werfen. Das gleiche gilt für den Rasen-Startdünger, den Sie vor oder nach der Rasenaussaat auf der Fläche verteilen, die notwendige Menge pro Quadratmeter steht auf der Packung. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass sich keine Vögel am reich gedeckten Buffet bedienen, streut noch eine dünne Schicht Blumenerde darüber (nur schwach gedüngte Produkte verwenden). Zu guter Letzt beregnen Sie die Fläche mit dem Gartenschlauch oder einem Rasensprenger und achten darauf, dass die Erde in den kommenden drei bis vier Wochen nicht austrocknet. Nun heißt es abwarten, bis die bald sprießenden frischgrünen Halme eine Höhe von etwa acht Zentimetern erreicht haben und zum ersten Mal gemäht werden können. Danach sieht der grüne Teppich aus wie neu – perfekt zum Sonnenbaden und Sommergenießen.

Mascha Schacht |

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